Unwürdiges Schauspiel mit Kreuzer und Stahl

Wie die Löwen-Verantwortlichen mit Oliver Kreuzer aber auch mit verdienten, langjährigen Spielern wie Dominik Stahl umgesprungen sind, das war in meinen Augen unterste Schublade.
Kreuzer durfte noch zur MV, durfte bis zuletzt Transfers tätigen und wurde dann vom Hof gejagt. Sein Nachfolger Eichin wird ja immerhin zum 1. August (!) sein Büro beziehen …

Domi Stahl wurde per Handynachricht mitgeteilt, dass seine Dienste nicht mehr benötigt werden. Nach vielen Jahren solch ein Umgang mit einem Urgestein, das immer bereit war, trotz Verletzungen dem Verein treu zu dienen.
Niveaulos. Schäbig. Feig.
Das tut einem in der Seele weh für diesen großartigen Löwen.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Kontinuität bleibt das große Fremdwort

Sofern SD Oliver Kreuzer nicht selbst den Absprung suchte, wonach es aktuell überhaupt nicht aussieht, sind die Ereignisse am heutigen Nachmittag wieder einmal ein Spiegelbild der seit Jahren völlig planlosen Personalpolitik in diesem Verein.
Wie kann man vier Tage vor dem Saisonstart einen seriösen und nach außen hin Ruhe ausstrahlenden Sportdirektor, der gerade dabei war, personell die Weichen für eine sportlich gute Zukunft zu stellen, nach gerade einmal 8 Monaten Amtszeit feuern und – wie es den Anschein hat – durch den Ex-Eishockeymanager (Kölner Haie) und in Bremen nicht sonderlich erfolgreichen Eichin ersetzen.
Dieser Club, der so dringend Kontinuität bräuchte, neigt zum Wahnsinn und zur Selbstzerstörung.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Allen Respekt, Gabor Kiraly!

Was für eine grandiose Vorstellung unseres langjährigen Torwarts Gabor Kiraly, den dieser Herr Poschner im Spätsommer 2014 förmlich vom Hof gejagt hatte, beim gestrigen 2:0 über die sich einmal mehr selbst überschätzenden Österreicher.
Abgeklärt. Abgezockt. Reaktionsschnell. Eine Fangwucht in der Luft bei hohen Bällen.
Mich freut es ungemein für den ungarischen EM-Oldie, der sogar unseren Fußballopa Matthäus als Alters-Rekordspieler ablösen konnte. Gratulation, Gabor!

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Der richtige Weg

Früher Saisonauftakt für unsere U 21 am heutigen Montag. Über 80 % des Kaders entstammen dem eigenen Nachwuchs, darunter einige Spieler der starken A-Junioren.
Dieser Weg ist der einzig wahre, denn was bringen irgendwelche abgehalfterten Exprofis, die unserem sehr guten Nachwuchs nur die Stammplätze wegnehmen.
Und kann es einen besseren Mann für den Nachwuchs geben als unseren „9-Punkte“-Retter Daniel Bierofka?
Ich bin gespannt, wer den Sprung ins Profiteam bereits in der Hinrunde schafft.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Kosta Runjaic

Was war nicht alles spekuliert worden in den Münchner Medien:
Slomka, Foda, Gisdol, Breitenreiter, Mc Claren (kein Formel-1-Pilot!) oder gar Schuster (der Bernd aus Augsburg). Der Name Runjaic wurde nie genannt!
Und nun ist dieser Hesse mit kroatischen Wurzeln, der in Wien geboren wurde, Cheftrainer unserer Löwen 2016/17 und vielleicht auch mal darüber hinaus.
Ich hab mal ein bisschen „wikipediert“ und die sogenannten Fanforen (FCK, Duisburg) seziert.
45 Jahre und damit im besten Traineralter. Spätjugendliche Dynamik gepaart mit langjähriger Trainererfahrung. Aufstiege mit Wehen II und Darmstadt in seiner hessischen Heimat (Abitur in Rüsselsheim). Nie mehr für möglich gehaltener Klassenerhalt mit drittbester Rückrundenbilanz mit Duisburg 2013, um dann den Lizenzentzug betrauern zu dürfen. Zwei ordentliche Jahre mit dem FCK (jeweils Platz 4), wobei 2015 der Aufstieg in den letzten Saisonwochen leichtfertig verschenkt wurde.
Durchaus auch nach seinem „freiwilligen“ Ausstieg im September 2015 überwiegend positive Stimmen im FCK-Forum (taktisch-strategischer Fuchs, legt auf Ballbesitz und Dominanz großen Wert), aber eben auch kritische Stimmen, dass er in entscheidenden Phase zu ruhig sei an der Linie, eine Mannschaft nicht pushen könne.
Wi werden sehen … mein Löwen-Bauchgefühl sagt, dass es auch in Relation zu den anderen Kandidaten nicht die schlechteste Lösung war.
Dieser Mann kennt die zweite Liga und arbeitet sehr gut mit jungen Spielern.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!
Und: Viel Glück, gute Nerven und allen nur möglichen Erfolg, Kosta Runjaic!

Kosta Runjaic

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Das Warten auf den neuen Trainer

4 Wochen seit dem Paderbornspiel und passiert ist nix. Das Warten auf den neuen Löwentrainer, der angeblich diese Woche vorgestellt werden soll, nervt nur noch und erinnert in seiner tragisch-komischen Inszenierung an Samuel Becketts absurdes Theater „Warten auf Godot“.
Wertvolle Zeit blieb erneut ungenützt, um personell endlich einmal deutlich früher als in den Vorjahren die Weichen für eine sportliche bessere Saison zu stellen.
Wer da wen in diesem Zirkus blockiert, spielt auch schon keine große Rolle mehr.
Und dennoch: Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Sommerloch, alljährliches

Ich hab mir zuletzt eine Blogpause verordnet.
Genervt vom alljährlichen und vom Münchner Boulevard genüsslich ausgeschlachteten Sommertheater bei 1860, dieser Mixtur aus gegenseitiger Blockade (Investor!),  personellen Unruhe und – zumindest nach außen hin – Planungsunsicherheit.
Über zwei Wochen sind seit der Paderborn-Rettung vergangen, passiert ist seitdem wenig bis nichts. Neuer Trainer? Fehlanzeige, viele Spekulationen, mehr nicht.
Abgänge? Neuzugänge? Wenig Konkretes.
Investor Ismaik schwadroniert immer von hohen Zielen, doch ist er überhaupt bereit, die dazu dringend erforderlichen Summen zur Verfügung zu stellen?
Die Mannschaft braucht auf mehreren Positionen eine qualitative Verbesserung.
Torwart. Linksverteidiger. Offensives Mittelfeld. Angriff.Es darf einfach nicht mehr passieren, dass 4 von 5 Auswärtsspielen nach einer Führung noch komplett abgegeben werden. Die Auswärtsbilanz war mit 11 von 51 Punkten ohnehin abstiegsreif. Wir brauchen Spieler, die nach einem 1:0 nicht in den Verwaltungsmodus verfallen und stattdessen gierig auf ein vorentscheidendes 2:0 spielen.
Zur Trainerfrage habe ich eine klare Meinung:
Jemand, der die zweite Liga kennt und weiß, wie man hier zu spielen hat. Ein Trainer, der an der Seitenlinie wie auf dem Trainingsplatz positiv (!) arbeitet und die Spieler stetig zur höchsten Motivation und Konzentration antreibt. So wie unser Glücksbringer Biero.
Einer, der Spieler besser macht und eine absolute Fitness aller Akteure einfordert.
Der klare Ziele vorgibt und vor allem die vielen talentierten Nachwuchsspieler behutsam an den Profikader heranführt. Also: Kein Slomka, bitte!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Funktioniert diese Mannschaft nur unter Strom?

Ärgerlicher und zudem kostenspieliger Saisonabschluss beim FSV durch zwei selten dämliche Foulelfmeter.
Es sagt doch alles, wenn ein Rodnei nach siebenmonatiger Pause mit seinem klugen Stellungs- und Aufbauspiel noch einer der Besseren in einer Mannschaft war, die ganz offensichtlich nur dann funktioniert, wenn von der Seitenlinie permanent Druck gemacht wird und die sofort in die alten Mechanismen der Bequemlichkeit und fehlenden Konzentration verfällt, wenn man sie nicht unter Dauerstrom hält. So wurde auch noch Platz 14 und damit satte 450 000 Euro Mehreinnahme plus ein besseres Pokallos leichtfertig verspielt.
Dieses Spiel zeigte eindringlich auf, dass wir keinen Slomka, sondern einen Herzbluttrainer brauchen. Dazu dringend neue Außenverteidiger (dass ein Wittek von Liga 1 träumt, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben), einen stabilen Torwart und mannschaftsdienliche Außenspieler im Mittelfeld.
Es muss sofort und durchdacht gehandelt werden, damit uns solch monströse Spielzeiten zukünftig erspart bleiben. Da fahren 6 000 Löwenfans (darunter einige Pyrodeppen) nach Frankfurt, um sich solch einen grottigen Löwenkick ansehen zu dürfen.
Den Klassenerhalt haben wir nur dem Biero zu verdanken, der dieser Mannschaft Feuer unter dem Fußballerarsch gemacht hat wie kein Trainer zuvor (seit Lorant).

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Junge Hoffnungsträger

15 000 bei einem A-Juniorenspiel! Volle Südtribüne in Dortmunds Fußballtempel. Halbfinalhinspiel der deutschen Meisterschaft. BVB gegen Sechzig.
Im Stadion an einem Dienstag unter der Woche rund 100 lautstarke Löwenfans.
Die den Signal Iduna Park (= Westfalenstadion) nach der Pause akustisch dominierten.
Verdienter Ausgleich der Junglöwen, die ersatzgeschwächt u.a. ohne Torjäger Heinrich antraten. Und schlussendlich der überraschende 2:1-Siegtreffer in Minute 89 durch das Traumtor des Florian Neuhaus aus 50 Metern.
Jammerschade, dass der Mittelfeldmotor im Rückspiel in Heimstetten (Montag, 14.30 Uhr, leider nicht im „Sechzger“) aufgrund seiner zweiten gelben Karte wegen zu intensiven Torjubels fehlen wird.
Da sind schon einige spielerisch wie kämpferisch verheißungsvolle junge Hoffnungsträger für die Löwenzukunft im Team.
Möge es Oliver Kreuzer gelingen, diese langfristig an den Verein zu binden.
Einen zweiten Fall „Neudecker“ sollte es nie mehr geben, der ablösefrei nach vielen Löwenjahren zu St. Pauli wechseln darf.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Danke Biero, du lebende Löwenlegende!

Ohne die Leidenschaft, den absoluten Kampfeswillen und diese bis auf den Oberrang spürbare totale Vereinsidentifikation des Daniel Bierofka würden wir – wenn überhaupt – höchstens Relegation spielen.
Diese totale Löwenmentalität, die auch seine Tränen nach Spielende eindringlich zum Ausdruck brachten. Dieser Mann lebt und atmet 1860, wie schon sein Vater Willi, den ich als technisch starken Linksverteidiger (auch heute wieder unsere Schwachstelle) in meiner Erinnerung bewahrt habe, oder der Großvater.
Unsere Löwen haben heute vor sensationeller, extrem lautstarker Kulisse (54 100 bei einem Kellerduell der zweiten Liga) nicht ihr bestes Spiel gemacht und die Verkrampfung war deutlich zu spüren im endlich mal gut gefüllten Rund, aber sie haben genau die Tugenden gezeigt, die ihnen ihr Kurzzeittrainer am Spielfeldrand vorgelebt hat:
Verbissener Kampf um jeden Zentimeter Boden gegen eine spielerisch bessere Paderborner Mannschaft,  grandioses Miteinander, wenn es galt, die vielen technischen Aufbaufehler auszumerzen.
Überragend die beiden Innenverteidiger Jan Mauersberger, dem zudem das Siegtor nach 73 Minuten gelang, sowie der vorbildliche Kapitän Chris Schindler, ein echter Löwe.
Stabilisierender Ruhepol im defensiven Mittelfeld unser Vorjahresretter Kai Bülow, der viele Löcher zulief und enorm viele Ballgewinne verzeichnete.
Da war wieder ein Team auf dem Platz, das sich den noch vor drei Wochen nie für möglich gehaltenen direkten Klassenerhalt redlich erarbeitete.

Nun müssen von der sportlichen Leitung im Gegensatz zum desaströsen Vorjahr und der unsäglichen Poschnerära unverzüglich die Weichen für eine sportlich ruhigere, vereinspolitisch gemäßigtere und vom Investor endlich zu 1860 % getragenen Saison 2016/17 gestellt werden. Wir Löwenfans haben das mehr als verdient.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe! (auch der blauen Freudentränen nicht!)
Und nochmal: Danke, Biero, du lebende Löwenlegende!

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