Klassenerhalt gesichert nach erschütterndem Auftritt

Muss man sich jetzt wirklich freuen, dass diese erneut völlig desolate Löwenmannschaft nach dem mehr als glücklichen 2:1 über tapfere und insgesamt bessere Bielefelder Arminen den Klassenerhalt in der 2.Bundesliga gesichert hat?
Aufatmen ist angesagt, mehr aber auch nicht. Dazu war die gezeigte Leistung – sieht man einmal vom emsigen und stets bemühten Adlung ab – erneut erschütternd schlecht. Fehlpässe. Miserables Stellungsspiel (Bülow, dem zumindest noch der Siegtreffer nach einem Standard gelang, Volz, auch Stark), Fehlpassfestival, zweikampfscheues Verhalten, Spielaufbau Fehlanzeige. Gebolze. Geholze. Grausam. Keinerlei Automatismen.
Der Kader gehört mehr denn je ausgemistet. Mit solchen Spielen wird auch noch der allerletzte Getreue vor den Kopf gestoßen. Wir brauchen Qualität, Qualität und nochmal Qualität. Damit der Löwe endlich wieder zu einem Qualitätssiegel im Fußball wird.
Blau bleiben – es gibt keine schönere Farbe!

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Das Sportbild-Märchen vom roten Wohltäter

Dass die “Sportbild” nicht nur auf ihrer Titelseite eine einzige Haus- und Hofberichterstattung über den Club von der Grünwalder Seitenstraße betreibt, ist hinlänglich bekannt.
Dennoch toppt der gestrige Artikel eines gewissen Herrn Boßmann, zeitnah zum Zwist Watzke-Hopfner und zum baldigen Sozialerziehungs-Heimaufenthalt des Herrn UH erstellt, alles, was bislang an rot gefärbter Märchenerzählung über diese ach wie sozialen Bundesligawohltäter zusammengeschrieben wurde. Unter dem reißerischen Titel “Ohne Bayerns Hilfe würden oft die Lichter ausgehen” (man gewinnt beinahe den Eindruck, hier wird ein Artikel direkt aus der roten Propaganda- und Meinungsbildungszentrale an der Säbener Straße zugestellt)  wird auf die mannigfaltigen Wohltätereien des UH und seiner Komparsen verwiesen. Der Artikel endet mit dem mitleiderheischenden Satz:
“Auch wegen dieser gelebten Solidarität wird UH der Bundesliga fehlen.”
Im Artikel wird selbstredend auch darauf verwiesen, dass insbesondere der TSV 1860 ohne den Vereinsnachbarn längst in den Amateur-Niederungen versunken wäre, da die Wohltäter doch 2006 beachtliche 11 Millionen für die Stadionanteile gelöhnt und die Löwen in eine Untermieterrolle gebracht hätten, was denen viel billiger (!!!) komme.
Durchschnaufen …. Tief durchschnaufen …
Dass ein Großteil der deutschen Sportjournaille in roter Bettwäsche pennt, geschenkt. Dass mittlerweile bei 18 Bundesligaclubs jeglicher Gast-, Co- und Studiokommentar zu bedeutsamen Spielen von irgendeinem Ex-Roten und eben nicht von einem anderen Club “geschollt, gekahnt, geeffenbergt, gehelmert oder gehitzfelt” wird, auch geschenkt.
Aber zu dem oben genannten Artikel seien schon ein paar Anmerkungen erlaubt:
Punkt 1: Dieses ganze “Mutter-Teresa-Wesen” des roten Clubs war und ist nichts anderes als knallharte Marketingstrategie, mit der es teilweise gelungen ist, dem eigenen Negativ-Image des geldgierigen Arroganzclubs entgegenzusteuern. Jeder noch so regional für die Roten unbedeutende Club wurde und wird mit Benefizaktionen überschwemmt, was sich medial bestens ausschlachten ließ und lässt.
Schade nur, dass ausgerechnet der frühere Lokalrivale anno 1982 beim ersten Lizenzentzug der Bundesligageschichte wegen finanzieller Versäumnisse seltsamerweise eben nicht mit einem Benefizderby beschenkt wurde.
Hätte uns vielleicht 9 Jahre Bayernliga erspart …
Punkt 2: Die Mär von der Löwenrettung anno 2006 mit einem kurz davor wie Phönix aus der Kirch-schen Insolvenzmasse aufgetauchten Geschäftsführer gehört in die Schubladen der Rettungsphantasten gesteckt und nie mehr herausgeholt. Für unglaubliche, geradezu lächerliche 11 Millionen verscherbelte der bis dato gleichberechtigte Stadionpartner seine mindestens dreimal so wertvollen Anteile und stellte so unbewusst die Weichen dafür, dass der ehemalige Stadionpartner seine stimmungsleere Erlebniswelt als erster Verein der Welt nach nicht einmal 10 Jahren quasi abbezahlt hat.
In diesem Zusammenhang im Sportbild-Artikel von günstigen Mietbedingungen für 1860 zu sprechen, ist nicht nur im Blick auf die desaströsen sportlichen Folgen für den Ex-Rivalen zynisch und fast schon makaber. 5,5 Millionen pro Saison zahlt kein Verein im deutschen Profifußball Miete!
Und noch ein Schlussgedanke: Wo blieb eigentlich die im Artikel vielgepriesene Solidarität des roten Clubs bei den sogenannten Kirchgeldern, die millionenfach im Geheimen an der nur kurz aufheulenden Liga vorbei in die ohnehin schon prall gefüllten Kassen an der Säbener Straße transferiert wurden? Ohne die ein Ribery niemals nach München gekommen wäre.
Hieran und auch an den Hintergründen der Finanztransaktionen des Herrn UH (Stichwort: Adidasdeal)  sollte eine seriöse Presse interessiert sein und sich nicht mit permanenten Unterlassungsklagen mundtot machen lassen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Blauäugige Löwenhoffnungen …

Man darf als Löwenfan zumindest darauf hoffen, dass sich die Mannschaft am Samstag gegen Kellerkind Bielefeld (was werden da für wehmütige Erinnerungen wach an die legendären Relegationsspiele 1977 mit dem “Wunder” von München und dem Sieg im Frankfurter Entscheidungsspiel!) nicht nochmals völlig hängen lässt und den unbedingt erforderlichen Dreier einfährt, um nicht noch in bedrohliche Nähe des Abstiegsrelegationsplatzes 16 zu gelangen. Eigentlich unfassbar, haben wir doch nominell (!) neben Köln und Kaiserslautern einen der besten Kader dieser 2.Bundesliga.
Wer jetzt blauäugig bleibt und den Ernst der Lage verkennt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Am Samstag ist Abstiegskampf angesagt, sind Charakterspieler wie ein Biero gefragt und keine Laumeier, die 90 Minuten lang belanglos Pirouetten drehen.
Man darf als Löwenfan auch darauf hoffen, dass die Personalentscheidung Poschner, dessen Berufserfahrung sich doch mehr auf beratende als gestaltende Aktivitäten beschränkt, kein weiterer Fehlgriff war. Wenn man bedenkt, was beispielsweise bei den Roten an geballter sportlicher Kompetenz in Führungsetage und Aufsichtsrat hockt, dann erschrickt man manchmal fast über die leitenden Personen, die die Zukunft unseres Vereins zu verantworten haben und deren eigentliche Kompetenz weniger sportlichen Grundqualifikationen, sondern eher der Sympathie für “Blau” entlehnt scheint.
Warum es in den letzten Jahrzehnten praktisch nie gelungen ist, ehemalige Spieler oder gar Trainer in wichtige Entscheidungsfindungsprozesse miteinzubinden, wird wohl das Rätsel der jüngsten Vereinshistorie bleiben.
Man darf als Löwenfan abschließend nochmals und das mit Herzblut hoffen, dass der Kardinalfehler der letzten 15 Jahre, dieser Einzug in die nunmehr rot dominierte Erlebniswelt dort draußen, wo niemals das Herz des Löwen Wurzeln schlagen wird, endlich aktiv und innovativ angegangen und korrigiert wird.
Dies ist die Wurzel aller Löwenprobleme und hier hilft nur noch eine zeitnahe und grundlegende Wurzelbehandlung. Wir sind am Müllberg fehl am Platz!
Wo bleibt hier die Vision, dies zeitnah umzusetzen?
Damit dieser kränkliche, marode und fast schon mitleiderregende Löwe endlich wieder im Stolz und Feuer in den Augen seiner leidenschaftlichen Anhänger leuchtet und das Brüllen wieder neu lernt. Ein Brüllen, vor dem auch die Roten ängstlich zurückweichen würden.
So viel Blauäugigkeit musste heute einfach mal sein.
Blau bleiben – es gibt keine schönere Farbe!

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Weinprobe …

Ich kann nur dem Herrgott danken, dass mir gestern aufgrund einer recht intensiven Weinprobe dieses Löwen-Horrorkabinett in Dresden erspart geblieben ist.
Die Ausschnitte im TV waren ausreichend, um die Peinlichkeit und an Verwirrtheit einiger Akteure erinnernde “fußballerische Darbeitung” zu erfassen. Ich habe eigentlich nach dem Cottbussieg gehofft, dass sich zumindest das Abstiegsgespenst nach dieser Horror- Saison nicht mehr an der Grünwalder Straße blicken lässt, bin mir aber mittlerweile nicht mehr so sicher. Sollte am Karsamstag gegen sicherlich heiße Bielefelder erneut mit dieser abstiegsreifen Gesamtverfassung und Grundeinstellung zum Profifußball agiert werden, so dürften uns Fans grausame nachösterliche Spieltage bevorstehen. Nicht auszudenken, wenn diese zuvor 2014 (!) noch sieglosen Dresdner, deren bislang so extrem schwache Offensive gegen uns in zwei Spielen sieben Mal einnetzen durfte, nun auch noch anfangen, eine positive Serie zu starten, wie es Sechzig zum Abschluss der Vorrunde mit vier glücklichen Siegen vorgemacht hatte. Ohne diese 12 Punkte stünden wir jetzt schon auf einem Abstiegsrang!
Hat diese Mannschaft wirklich nicht mehr drauf oder ist deren Charakter trotz aller Beteuerungen doch nicht löwenmäßig? Warum treibt man mit uns Fans dieses grausame Spiel, im Misserfolg sich so gehen zu lassen? Man könnte weinen …
Nächste Weinprobe am Samstag um 14.45 Uhr? Bitte nicht!
Blau bleiben – es gibt keine schönere Farbe!

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Leistungsgesellschaft Poschner

Als Spieler gewiss kein schlechter. Einer, der weniger vom Kampf kam und spielerische Akzente setzte. Einer, der 2004 – so wird zumindest kolportiert – nach seinen Spanienjahren in der Löwenabstiegssaison mit einem extrem leistungsbezogenen Vertrag noch ein paar Bundesligaspiele im Sechzgerdress absolvierte.
Ich hoffe inständig, dass die für die Wahl des neuen Sportdirektors (klingt irgendwie nach Zirkusdirektor oder besser gesagt “Löwenbändiger”) verantwortlichen Leute beim TSV 1860, denen bei allem Wohlwollen nicht unbedingt ein ausgeprägtes Maß an fußballspezifischer Fachkompetenz zugesprochen werden kann, diesmal eine Entscheidung mit Augenmaß getroffen habe, die zumindest im sportlichen Bereich wieder eine Leistungsgrundkonstanz nach sich ziehen mag.
Und warum sollte man es nicht – wie an dieser Stelle schon mehrfach angesprochen – zukünftig mit stark leistungsbezogenen bzw. an den Zuschauereinnahmen partizipierenden Verträgen für unsere Herren Profis probieren.
“Wir leben in einer Leistungsgesellschaft” (Zitat v. Gerhard Poschner vom 11.4.14)
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Was geht eigentlich in den Löwenspielern vor?

Diese Frage stellt sich so mancher leidende Löwenfan in diesen Tagen, wenn sich eine ätzende, sportlich so enttäuschende, eigentlich als Jagdsaison deklarierte Spielzeit, endlich ihrem Ende nähert.
Was geht eigentlich in den Spielern vor, die den Löwen auf ihrer Brust tragen und mit ihren wechselhaften bis unterirdischen Spielleistungen dazu beigetragen haben, dass mit Friedhelm Funkel der vierte Übungsleiter in den letzten vier Jahren vorzeitig das Weite suchen musste? Was geht eigentlich in Spielern vor, die doch solch ein sorgloses und materiell abgesichertes Leben in einer der schönsten europäischen Großstädte leben dürfen, die im angeblich schönsten Stadion der Welt vierzehntägig ihrer Profession nachgehen? Die ohne großen Fandruck spielen dürfen, gilt doch der Löwenzuschauer als eines der genügsamsten und anspruchslosesten Fanwesen auf Gottes Erdboden.
Die es – und das stinkt mir heute, 6 Monate danach, immer noch – mit mäßigen Heimspielen geschafft haben, diese sensationelle neue Löweneuphorie mit dem unvergesslichen Pokalfight gegen Dortmund im Keim zu ersticken.
Was hätte das für eine tolle Spielzeit sein können, in dieser mittelmäßigen und spielschwachen zweiten Liga ohne herausragende Teams, mit diesem meines Erachtens zumindest für die Plätze 3 bis 5 prädestinierten Mannschaftskader des TSV 1860, auf dieser im September aufkommenden neuen Löweneuphoriewelle mitzuschwimmen und uns Fans endlich einmal die Festtage zu bescheren, auf die wir alle so sehnsüchtig, so ungeduldig, so gierig warten.
Stattdessen Tristesse pur und eine erschütternde Rückrunde, die schlimmste seit 2009, mit jämmerlichen 11 Punkten aus 12 Spielen und einem Torverhältnis von 11:16.
Die Spieler sollten sich vielleicht auch endlich mal kritisch hinterfragen, ob ihre Grundeinstellung zum Beruf des Profifußballers bei Sechzig München auch nur annähernd mit der Leidenschaft und Leidensfähigkeit von uns Fans synchron geht. Zumindest eine kleine Grundportion schlechten Gewissens wäre vielleicht angesagt …
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Blendwerk 1860 München

Wir spielen in einem Super-Super-Super-Trooper-Stadion als ungeliebter Untermieter der SUPER-SUPER-SUPER-BAYERN. Das bald auf 75000 aufgestockt wird, wo wir nicht mal die eigene Fankurve vollkriegen. Blendwerk.
Wir haben einen Trainer, der die mieseste Punktebilanz seit seinem Selbstdarsteller-Kollegen Uwe Wolf anno 2009 vorzuweisen hat und dennoch während der Woche stolz verkündet, selbst den Rücktritt angetreten zu haben. Ein Trainer, der heute den völlig desolaten, überforderten und planlosen Möchtegernzweitligakicker Schwabl 90 Minuten auf dem Platz gelassen hat, der ein einziger Unsicherheitsfaktor in dieser (wieder mal) ach wie verunsicherten Mannschaft war. Blendwerk.
Wir haben einen Präsidenten, der vor Saisonbeginn den Löwenblues, ohne den wir diesen Verein in den letzten 10 Jahren wohl nie und nimmer ertragen hätten, abschaffen und durch Rock’n'Roll ersetzen ließ. Und der uns statt zu einem Rockkonzert nahezu 17 mal diese Saison zu “Rocky Horror’s Picture Show” geschickt hat. Blendwerk.
Dieses Gesamtblendwerk 1860 München bedarf dringender denn je einer grundlegenden, konzeptionellen Neuausrichtung. Mit einem innovativen, gut vernetzten und “erfolgsgeilen” Sportdirektor, womit ausdrücklich nicht des Investors schwedischer Favorit gemeint ist. Der den Spielern stark leistungsbezogene und an die Zuschauereinnahmen gekoppelte Verträge gibt, damit diese auch mal echtes Interesse daran finden, das Stadion wieder voll zu spielen.
Mit einem leidenschaftlichen, kreativen und auf junges Blut setzenden Trainer.
Wobei mit jungem Blut ausdrücklich auch nicht der Schwabl gemeint ist.
Blau bleiben – es gibt selbst im schlimmsten Löwenblues keine bessere Farbe!

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Neue Wege gehen …

Nach der gestrigen Trennung von Trainer Funkel zum Saisonende gehen im Löwenrudel wieder die Platitüden vom (1860sten???) Neuanfang um.
Ich kann das mittlerweile nicht mehr hören. Seit 2004 versuchten in dieser Reihenfolge die Trainer Bommer, Maurer, Schachner, Kurz, Wolf, Lienen, nochmal Maurer, Schmidt und eben Funkel mehr oder weniger erfolglos ihr Glück im Basteln einer neuen Löwenidentität im Teamgefüge. Lediglich Maurer mit jeweils 57 Punkten 2005 und 2012 ist es in Ansätzen gelungen, eine halbwegs gute Saison spielen zu lassen. Oft gab es insbesondere – wie auch heuer – in den Rückrunden unerklärliche Leistungseinbrüche und seit 9 Jahren war keine echte Aufstiegshoffnung mehr anzufinden.
Während im gleichen Zeitraum Clubs wie Paderborn, Fürth oder Braunschweig aufzeigten, dass auch mit geringeren Mannschaftsetats durchaus sportlicher Erfolg plan- und machbar ist.
Ganz egal, wer neuer Sportdirektor und wer Trainer werden sollte:
Neue Wege müssen gegangen werden. Was könnte dies konkret bedeuten?
Der aktuelle Kader wird aufgrund der vertraglichen Gegebenheiten wohl nur punktuell verändert werden. Zudem kann der Mannschaft in kämpferischer Hinsicht kaum ein Vorwurf gemacht werden.
Was aber unbedingt und akut geändert werden muss, ist die grundlegende Bereitschaft, in den Schlüsselspielen einer Saison (heuer waren dies die Heimspiele gegen Pauli, Düsseldorf und Kaiserslautern) mit größerer Gier, mit leidenschaftlichem Siegeswillen und positiverer Körpersprache aufzulaufen.
Unsere A-Junioren haben dies bei ihrem Derbysieg gegen die Roten vorgelebt. Warum sollten unter den vertraglich gebundenen neuen Profikickern aus dem eigenen Lager keine “Max Meyers, Goretzkas oder Kramers” zu finden sein? Gebt dem Nachwuchs eine reele Chance, Julian Weigl ist ein Paradebeispiel für die neue, hungrige Löwengeneration.
Wir müssen schon im Nachwuchsbereich Spieler charakterlich und mental dahingehend ausbilden, dass diese auf den Platz gehen, um 1860-prozentig siegen zu wollen.
Lauter gierige “Mini-Bierofkas” braucht das Löwenland!
Und dazu einen Investor, der endlich einsieht, dass es nicht nur ums Finanzlöcher-Stopfen, sondern in erster Linie um zielgerichtetes Kaderinvestment geht, damit wir Sechzger endlich einmal eine Saison erleben dürfen, deren Spannungsbogen eben nicht Mitte März gen Null tendiert,.
Blau bleiben – es gibt keine schönere Farbe!

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Ein Spiegelbild der ganzen Saison

11 Punkte liegt eine Mannschaft wie Paderborn nach diesem Spieltag vor 1860 München. Unglaublich und doch bittere Realität für eine Löwenmannschaft, deren heutige Leistung beim 0:1 gegen Tabellenführer Köln vor der Saisonrekordkulisse von 33600 (darunter neben enorm vielen Geißbockfans mein in Kalifornien lebender Bruder mit seinen beiden fußballbegeisterten Kindern und mein Lesungsfreund Erich Rueß) ein Spiegelbild der missglückten Spielzeit 2013/14 war.
Bemühen und Einsatzbereitschaft in Ordnung, mehr aber auch nicht. Die absolute Gier, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen, fehlte auch heute. Die wenigen, allerdings hochkarätigen Torchancen in HZ 1 gegen zunächst alles andere als überzeugende Kölner wurden geradezu haarsträubend vergeben. Hinten herrschte nach dem Seitenwechsel das kollektive Chaos (vor allem auf Wojtkowiaks linker Seite) und lediglich unserem Oldie im Tor war es zu verdanken, dass es bis zur Minute 85 torlos stand.
Es fehlt dieser Sechzgermannschaft an Qualität im schnellen, genauen Passspiel und vor allem an einem ruhenden Pol im Mittelfeld, der das Spiel auch in kritischen Phasen an sich reißt und Torgefahr verkörpert. Stoppelkamp trägt zwar die 10, kann sich aber nach seinen Leistungen gegen Topgegner die zuletzt geäußerten Erstligapläne abschminken. Scorerpunkte allein sind kein Qualitätsnachweis, wenn man in den wichtigen Spielen abtaucht bzw. ohne Leaderqualitäten ist. Bierofka mag als Joker brauchbar sein, ansonsten reichen bei aller Sympathie für diesen Herzblutlöwen Dynamik und Durchsetzungsvermögen nicht mehr aus, um höheren Ansprüchen gerecht zu werden.
Wenn unser Investor nicht bereit ist, den Geldbeutel bezüglich des Kaders zu öffnen, werden wir auch in den nächsten Jahren das Urgestein in Liga 2 bleiben. Auch muss die Entscheidung in der Sportdirektorenfrage jetzt und unverzüglich getroffen werden, um nicht völlig in der Luft zu hängen. Ich bin nach desaströsen 11 Rückrundenpunkten (von 33 möglichen!) mittlerweile auch der Meinung, dass wir endlich einen konzeptionell denkenden, leidenschaftlichen Trainer brauchen, der das Optimum aus dem Kader herausholt. Platz 9 in einer der schwächsten zweiten Liga aller Zeiten ist ein Witz!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Kollektives Durchschnaufen!

Das hätte ich heute nicht mehr für möglich gehalten: In der Erdinger Sportsbar am Terminal 2 zu München (richtig, der selbigen wie anno dazumal und im “Löwenleo” beschriebenen beim “grandiosen” 1:0 gegen Saarbrücken 2006!) durfte ich heute in Erwartung meines aus Kalifornien einfliegenden Bruders eine trostlose erste Löwenhalbzeit ansehen und im Grunde genommen war für mich klar, dass Funkel nach dieser “Leistung” nicht mehr zu halten sein würde.
Umso erstaunter und erfreuter war ich über die Siegesmeldung im Radio auf der Rückfahrt vom Flughafen. Die Sechziger müssen in einer fulminanten zweiten Hälfte wie umgewandelt aufgetreten sein ,was wohl auch des Bierofkas leidenschaftlichem Auftritt nach seiner Einwechslung geschuldet war, und verdient mit 2:1 gesiegt haben.
Kollektives Durchschnaufen ist angesagt, mit dem Abstieg haben wir definitiv nichts zu tun.
Chapeau, Löwen und …. Bitte macht am Sonntag gegen Köln (dann zusammen mit meinem Lesefreund Erich anlässlich seines ganz persönlichen Sechzigers und meinem Bruder mit seinen beiden fußballbegeisterten Kindern) dort weiter, wo ihr heute in der Lausitz aufgehört habt und schenkt uns einen tollen Fußballnachmittag.
Blau bleiben – es gibt keine schönere Farbe!

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