Späten Sieg gegen gelbe Wand erkämpft und erzittert

Was für ein Herzschlagfinale im packenden „Auswärtsspiel“ gegen eine unglaublich lautstarke gelbe Wand. Dieses „Dünamo“ hat eine dermaßen geschlossen auftretende Fangemeinde, die mit über 20000 angereist kam und uns die Saisonrekordkulisse bescherte.
Die gut gefüllte Nordkurve versuchte akustisch dagegenzuhalten, hatte aber ohne Capos und Einpeitscher nicht die Spur einer Chance.
Und dennoch jubelten am Ende nur die Blauen, denen Levent Aycicek mit einem Klassetor nach mehreren vergebenen Großchancen der Dresdner (Super Ortega!!!) ein nicht mehr erwartetes Happyend schenkte. Allerdings blieben auch heute viele Fitnessdefizite offenkundig und nur 70 Minuten lang wirkten Mittelfeld und Abwehr kompakt und handlungsschnell.
Dieser Sieg gegen den Angstgegner sollte dennoch ein Dosenöffner für gute Wochen im Dezember sein und ich bin überzeugt, dass im Training hart gearbeitet werden wird.
Daniel Bierofka ist ein Glücksfall für 1860 München!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Wir sind Sechzig!

Dagegenhalten! Morgen ab 13 Uhr gegen die gelbe Wand. Ein Wahnsinn, dass die Dynamos mit rund 2O.OOO kommen werden.

Trotz aller Turbulenzen der letzten Zeit.

Wir sind Sechzig. Blau bleiben heißt blaue Farbe zeigen. Jetzt erst recht.

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Auch Bierofka ist kein Wunderheiler

Er hat es ja selbst angekündigt, dass er kein Hexer oder gar Wunderheiler sein könne und so nahm auch das heutige Auswärtsspiel beim Tabellenführer in Braunschweig seinen erwarteten Verlauf. Hier eine eingespielte, aggressiv zur Sache gehende und gedanken- und handlungsschnelle Mannschaft, dort eine verunsicherte, wenig fit wirkende und zum Teil schläfrige Löwenmannschaft.
Die in der ersten Halbzeit stellenweise regelrecht vorgeführt wurde (vor allem der völlig indisponierte Perdedaj auf rechts) und sich nicht beklagen durfte, nach 45 Minuten nur mit 0:1 zurückzuliegen. Trotz der „reaktivierten“ Bülow und Adlung im zentralen Mittelfeld, wobei Erstgenannter zumindest kämpferisch gut dagegenhielt, während Adlung nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Immer wieder zeigten die agilen Niedersachsen unserer Mannschaft schmerzhaft die Grenzen des eigenen Leistungsvermögens auf.
Nach dem 0:2 schien die Mannschaft in ein Debakel zu schlittern, aber nun machte sich die Einwechslung des ballsicheren Aycicek bezahlt, der am Anschlusstor des wuseligen Dauerläufers Olic maßgeblich beteiligt war. Nun wackelte plötzlich die zuvor so souveräne und selbstbewusste Eintracht und beinahe hätte Lazacettes Heber in der Nachspielzeit den Weg zum allerdings nicht verdienten 2:2 ins Tor gefunden.
Daniel Bierofka hatte mit den Einwechslungen viel versucht, aber seine Mannschaft hätte den Punktgewinn aufgrund einer lange Zeit nicht zweitligatauglichen Vorstellung auch nicht verdient gehabt. Viel Arbeit vor allem im Fitnessbereich wartet diese Woche auf ihn.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Zwei Schubladen in der Münchner Presselandschaft

Die Ereignisse dieser „eindrucksvollen“ Pressewoche bezüglich der beiden Münchner Profivereine veranlassen mich heute dazu, meinen weißblau gefärbten Senf draufzugeben.
Hier wurde nach einem sportlich absolut gerechtfertigten Trainerrauswurf (das Binnenverhältnis zur Mannschaft muss nicht mehr intakt gewesen sein) und einer Zurechtstutzung des Sportdirektors ganz rasch wieder die Schublade „Skandalverein“ aufgerissen und mit der bekannten Einseitigkeit und teilweise auch Gehässigkeit (beispielhaft ein gewisser Tillmann Mehl in der Augsburger Allgemeinen) auf einen sportlich ohnehin am Boden liegenden Verein eingeprügelt, dessen mediale Auftritte zwar durchaus Komödienstadelniveau aufweisen, aber nicht einmal annähernd die Skandalgröße des anderen Clubs von der anderen Straßenseite erreichen.
Dieses mittlerweile eher einem Wirtschaftsunternehmen als einem Sportverein ähnelnde Produkt mit 676 Millionen Umsatz jährlich wird trotz Sozialversagens seiner führenden Protagonisten mit Samthandschuhen behandelt und man huldigt diesen Personen wie altägyptischen Sonnenkönigen.
Ehrenpräsident Beckenbauer – ehrlos im Ehrenamt. Abgetaucht.
Vorstandvorsitzender Kalle R. – Zollschmuggler im Viertelmillionenbereich.
Vorbestraft. Dennoch auf der JHV wieder unsachlich und unflätig über unseren Verein und dessen Investor ablästernd. Seit Jahren Zwangsroutine für einen seit dem 77er-Derby Hofeditz-traumatisierten Mann, der mittlerweile die Dollar- und Yenzeichen als Augenringe trägt.

Und dazu die gestrige Re-Inthronisation des Mannes, dessen Initialien UH wie die Faust aufs Auge eines vermeintlichen Ehrenmannes passen, welcher nach der, von den sektenähnlichen Mitgliedern seines Vereins triumphal gefeierten Rückkehr auf den Präsidententhron, nun auch wieder den Aufsichtsratsvorsitz übernehmen wird.
Abgesegnet von einem auch sozial lupenreinen Herrn Winterkorn, dem VW-Versager, dessen Selbstbedientaschen gar nicht groß genug sein können.
Die Vereinssatzung wurde ganz schnell auch reformiert, um den Herrn UH wieder in allen Ehren aufzunehmen, der gestern in altbekannter Weise über die sportlichen Rivalen Dortmund und Leipzig herzog, die „unsere Feinde sind und daher bekämpft werden müssen“. Bescheidenheit und Demut nach einer Haftstrafe?
Zu allem schweigt die sonst so nassforsche und investigative Münchner Presse.
Warum nur?
Mei, sie ham halt nur ihre beiden Schubladen. Bayern gut – Sechzig böse.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Wer macht diese Mannschaft endlich flott und fit?

Immerhin 13 Spieltage dauerte es diesmal, ehe wieder einmal ein Trainer als schwächstes Glied der Misserfolgskette gehen musste. Runjaic war mit großen und möglicherweise zu hohen Ansprüchen und Erwartungen geholt worden, denen er nie gerecht werden konnte.
Dieser gestern erneut so blutleeren Mannschaft fehlte es vor allem an einem: Fitness!
Erschreckend, dass in 95 Minuten nur ein sehenswerter Sprint des neben Olic agilsten Münchners, Levent Aycicek,  zu bestaunen war. Olic hätte seinem Führungstreffer unbedingt kurz darauf das vielleicht nervenberuhigende 2:0 folgen lassen müssen, aber selbst einem so erfahrenen und abgezockten Spieler flatterten allein vor dem Tor die Nerven.
Was danach kam, das war ein sportlicher Offenbarungseid. Gegen schwache Lauterer spielten unsere Sechziger unkonzentriert, pomadig, blutleer, temperamentlos, fahrig, unstrukturiert, behäbig, lauffaul. Kein Tempo. Keine überraschenden Durchbrüche über außen oder gar die seit Jahren verwaiste Mitte. Keine vertikalen Spieleröffnungen.
Wie eine AH-Mannschaft.
Als Fan bist du erstmal restlos bedient.
Heute also das erwartbare Machtwort des Investors, der sich nun – so hat es zumindest den Anschein – deutlich intensiver als in den Jahren zuvor um sein „Spielzeug“ kümmert.
Runjaic hat es nicht geschafft, aus dem aufgeblähten Kader eine schlagkräftige, harmonische und kampfstarke Löweneinheit zu formen. Eichin steht eindeutig mit in der Verantwortung und muss zwingend Ergebnisse liefern. Viele Transfers sind nicht nachvollziehbar.
Biero soll, darf oder muss es kurzfristig erneut richten. Möge er dieser verunsicherten und auch durch die ständigen Personalrochaden verwirrten Mannschaft wieder wie in der Vorsaison die Tugenden impfen, die In Liga 2 unverzichtbar sind.
Kämpfende, bissige, aggressiv anlaufende Sechziger wollen wir sehen!

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Weihnachtsgeschenk für echte Löwen

Ich habe nochmal einige „Sechzig Momente“ nachdrucken lassen und biete zum Weihnachtsfest einen Sonderpreis : Statt 18,60 nur 16,60 € incl. Versandkosten.
Leserstimmen unter dem gleichnamigen link!

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Testspiele als Gradmesser für die eigene Berufseinstellung

Sicherlich sollte man Testspiele nicht überbewerten, aber ein Fingerzeig auf die Berufseinstellung einiger unserer Profis könnten sie doch sein.
In der Vorwoche ein überzeugendes 3:0 gegen Ingolstadt (Frage: Liegen uns Mannschaften aus der BL eher, die nicht diese körperliche Härte an den Tag legen?), gestern ein ziemlich armseliger und unkonzentrierter Auftritt beim sogar noch schmeichelhaften 3:2 gegen den fünftklassigen Bayernligisten Heimstetten.
Als Trainer muss ich doch meine Mannschaft nach einer bodenlosen ersten Halbzeit und einem 0:1-Rückstand in der Kabinenansprache so richtig rund machen und dann kommen sie aus der Pause und kassieren nach vier Minuten das 0:2.
Unverständlich. Nicht erklärbar.
Wachheit und klare Spielweise darf und muss ich als Trainer immer erwarten.
Wie hätte wohl ein Lorant auf solch eine schlafmützige Vorstellung reagiert?

Blau bleiben es gibt keine bessere Farbe!

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Erinnerungswürdiger Abend für Karsten Wettberg und die Helden von 1991

Karsten Wettberg, Roland Kneißl. Horst Schmidbauer und Reiner Maurer, im Hintergrund Franz Hell

Karsten Wettberg, Roland Kneißl. Horst Schmidbauer und Reiner Maurer, im Hintergrund Franz Hell und verdeckt Axel Dubelowski

Ich hatte gestern das große Vergnügen, in einer der coolsten Fußballkneipen Deutschlands, dem „Stadion an der Schleißheimer Straße“ in München, dem Festabend für Karsten Wettberg (75 Jahre) und die Aufstiegshelden von 1991 beizuwohnen und selbst einen kleinen Beitrag aus meinen „Sechzig Momenten“ beizusteuern.
Vor ausverkauftem Haus moderierte Achim „Sechzig“ Bogdahn nach der Begrüßung duch Fußballabteilungsleiter Roman Beer humorig zwei Stunden lang durch eine sehr kurzweilige und an Anekdoten reiche Veranstaltung. Illustriert durch tolle Film- und Bildbeiträge aus diesen Tagen rund um 1990/91 wurden viele Reminiszenzen wachgerufen und in Interviews mit den Protagonisten Karsten Wettberg, dem als Geburtstagsjubilar selbstredend das Hauptaugenmerk galt, „Magic“ Kneißl, Horst Schmidbauer und Reiner Maurer wachgerufen. Wie viel hat sich doch in den vergangenen 25 Jahren im Profifußball verändert, der immer mehr zu einer Spielwiese von Investoren und Wirtschaftsunternehmen degeneriert und damals noch von nicht wenigen Spielern im Halbprofitum bewältigt werden musste.
Allesfahrer Franz Hell und der „Löwenbomber“ Axel Dubelowski bereicherten den Abend mit ihren sehr persönlich gefärbten Erinnerungen an eine gute Löwenzeit in der Heimat, dem „Sechzger Stadion“.
Ich glaube schon, dass dies in sportlich wie wirtschaftlich nicht gerade guten Löwenzeiten ein sehr guter Anlass war, den Helden der Vergangenheit einen würdigen Rahmen einzuräumen und gleichzeitig die Verbundenheit der treuen Löwenfangemeinde (es waren auch erstaunlich viele Junge dabei) zum Ausdruck zu bringen.

Zu meiner großen Überraschung standen meine "60 Momente" neben dem Meisterschaftspokal!

Zu meiner großen Überraschung standen meine „60 Momente“ neben dem Meisterschaftspokal!

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7 Gründe für die Misere der letzten Jahre

Nach 12 Spieltagen liegen unsere Sechziger mit 11 Punkten minimal besser als im Vorjahr auf dem 14.Platz, nach einem erneut enttäuschenden Saisonstart.
Vor einem Jahr waren es gar nur 6 Punkte zum gleichen Zeitpunkt, wobei danach immerhin 8 Zähler aus vier Spielen geholt wurden, was in Anbetracht des schweren Programms der nächsten Wochen eher unwahrscheinlich erscheint.Und wieder sind wir mittendrin im Abstiegskampf statt im sicheren Tabellenmittelfeld.
Woran mag es liegen, dass diese Mannschaft unabhängig von personellen Rochaden und finanziellen Kraftakten einfach nicht zu Konstanz und nachhaltigem Erfolg finden mag?

Meine 7  Theoriepunkte dafür:
1. Zahlreiche kapitale Fehler der kompletten Abwehrreihe, die sofort dankbar vom Gegner mit Toren abgestraft wurden. Häufige Rückstände zu Spielbeginn mit dem Tiefpunkt des ersten Sandhäuser Gegentores nach 14 Sekunden. Bei eigenem Anstoss!!!
Ursachenforschung: Schlechte Aufwärmarbeit, mangelnde Konzentration auf ein einfaches Spiel, Schlafmützigkeiten. Es könnten locker 6 bis 8 Punkte mehr sein.

2. Miserabel verteidigte gegnerische Ecken und Freistöße, bedingt durch mangelnde Aufmerksamkeit und schlechtes Stellungsspiel.
Wie die Stürmer der anderen bei uns frei im Strafraum herumturnen dürfen, das muss so schnell wie möglich abgestellt werden.

3. Lauf- und Einsatzbereitschaft
In allen Statistiken liegt Sechzig bezüglich der Laufwerte und vor allem der Anzahl der gemachten Sprints an letzter Stelle der 2.Liga!
Schon allein aufgrund dieser desaströsen Werte sollte die Zahl der freien Trainingstage im Sinne einer stark verbesserten Fitness deutlich reduziert werden. Man möge sich mal die ungeliebten Leipziger ansehen, wie die 90 Minuten lang Vollgas geben. Bei uns mangelt es doch schon am aggressiven Anlaufen der gegnerischen Viererkette, sieht man einmal von Mölders ab, der vor allem von unserem offensiven Mittelfeld oft im Stich gelassen wird.

4. Das unterirdische Passspiel
Sowohl das Aufbauspiel der Innenverteidiger als auch die Passgenauigkeit der defensiven Mittelfeldspieler genügen nicht den Ansprüchen der 2.Liga. Dazu kommen noch haarsträubende Ballverluste im Spielaufbau, die den Gegner zum Kontern förmlich einladen. Kann man dies nicht von einem Vollprofi erwarten, dass er zumindest die Basics seines Berufs im technischen Bereich beherrscht?

5. Wenig Konkurrenzdruck trotz des großen Kaders
Spieler wie Wittek, Mauersberger oder zuletzt auch Zimmermann wissen doch ganz genau, dass sie auf ihrer Position noch so einen Bockmist spielen können, ohne früh ausgewechselt bzw. mal auf die Tribüne verbannt zu werden. Zuletzt hat Runjaic mit der Ausbootung von Adlung und Matmour sowie der Aufstellung von Neuhaus und Uduokhai wenigstens mal ein erstes Zeichen ans „Establisment“ gesetzt, weitere müssen zwingend folgen. Wer ein fürstliches Gehalt bezieht, muss diesen Druck aushalten können.
Unsere Hintermannschaft gehört mit 20 Gegentoren zu den schwächsten der Liga.
Wobei die Defensivarbeit bekanntlich viel früher ansetzt, siehe Punkt 3.

6. Moral und Charakter der Mannschaft nach Rückstand
Schlimm ist die Bilanz, wenn unser Team – was ja so selten nicht sein soll – in Rückstand gerät. Null Körpersprache, kaum einmal ein Aufbäumen. Die Statistik der letzten drei Jahre spricht Bände. Man hat selten den Eindruck, dass da einer für den anderen fightet, dass Fehler im Verbund wieder ausgemerzt werden. Keiner da, der seine Mitspieler zu mehr Biss, zum Comeback animiert. Vielleicht noch Mölders, der immer will.

7. Das oft nur visionäre und unrealistische Umfeld
Wir sind doch aktuell wieder das Gespöttopfer Nummer 1 in der deutschen Sportlandschaft, wenn die Gegenwart komplett ignoriert und stattdessen Visionen von der Champions League, ja sogar dem Triumph in dieser seit Jahren geschlossenen Geldmacherkaste, nach außen getragen werden. Wir brauchen endlich den Realismus, diese zweikampforientierte zweite Bundesliga anzunehmen und auf Kampftypen statt auf dauernd verletzte Schönspieler (womit ausdrücklich nicht ein Stefan Aigner gemeint ist) zu setzen.
Auch die Münchner Medien spielen eine nicht ganz unschuldige Rolle im täglichen Auflagenkampf und nehmen die Steilvorlagen des Investors dankbar an.
Und wir leidenschaftlichen Fans sollten uns (da nehme ich mich nicht aus) mal kritisch hinterfragen, ob nicht Bescheidenheit und Demut statt der alljährlich aufkeimenden Euphorie angebracht wären.

Vielleicht – das ist zumindest meine vage Hoffnung – tut sich was in der Länderspielpause, werden die Herren Profis endlich härter angefasst und sorgen die schmerzlich vermissten Rückkehrer wie vor allem Stefan Aigner für mehr Stabilität und Nachhaltigkeit.
Es kann doch nicht sein, dass Vereine wie Würzburg, Heidenheim oder eben auch Sandhausen mit deutlich geringeren Spieleretats und nominell schwächeren Kadern einem immer noch eine Marke verkörpernden Traditionsclub wie dem TSV 1860 München meilenweit enteilt sind. Unsere Spieler sollten einfach einmal die Selbstverständlichkeit aufbauen, diese Teams auch mal „wegzuhauen“ und uns Fans den verlorenen Stolz auf diesen einmaligen Verein zurückgeben. Zeit dafür wird’s so langsam!

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Hühnerhaufen 1860

Es macht aktuell absolut keinen Spaß mehr, Spiele von Sechzig ansehen zu müssen.
Schon das stellenweise vogelwilde Heimspiel gegen Aue hat mich nicht blenden können und die völlig indiskutable und an Arbeitsverweigerung grenzende zweite Halbzeit gegen die Heidelberger Vorstadt Sandhausen, deren Fankurve nicht einmal zur Häfte besetzt war, bestätigt mich in meiner Ansicht, dass diese Mannschaft keine ist und ich frage mich, mit welcher Berufseinstellung unser Trainer die 11 Akteure nach der Pause auf den Platz geschickt hat.
Nach 12 Sekunden in HZ 1 das 0:1, danach immerhin eine Reaktion und eine 2:1-Pausenführung, aber anschließend präsentierten sie sich wie ein völlig wirrer Hühnerhaufen. Beide Außenverteidiger wie schon seit Monaten Schwachpunkte, Wittek in dieser Verfassung nicht mehr tragbar, auch auf der Torwartposition sollte man sich Gedanken machen. Zimmermann passt sich mehr und mehr dem Niveau seiner Vorderleute an. Die beiden Gegentore waren im Schülerniveau verteidigt.
Niemals darfst du so auftreten wie 1860 München nach der Pause.
Kampf- und Laufbereitschaft reichten den biederen Sandhäusern zu einem mehr als verdienten Heimsieg. Leidenschaft. Kampf um jeden Ball. Zweitligafußball.
Es muss etwas passieren in der Länderspielpause. Es macht einfach keinen Spaß mehr.

Blau bleiben – es gibt trotz allem keine bessere Farbe!

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