Bodenständigkeit

Markus von Ahlen hat sich bisher in Sachen Weiterverpflichtung als Cheftrainer nicht klar positioniert, was für seine Bodenständigkeit und den geäußerten Wunsch steht, langfristig (zur Not auch wieder in der zweiten Reihe) für Münchens wahre Liebe arbeiten zu dürfen. Das ehrt ihn, wie ich auch von seiner taktischen und personellen Neuausrichtung gegen Fürth angenehm überrascht war.
Mein Wunsch für ihn: Zwei überzeugende Auswärtssiege in Aalen und Aue, damit das am Löwenhimmel kreisende “Schreckgespenst” Schuster, von dem viele nicht überzeugt zu sein scheinen, nicht zur schnellen Wirklichkeit wird. Zweitliga-Fußball braucht seriöse Bodenständigkeit und Zuverlässigkeit, keine weltmännische Selbstdarstellung.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Balance

Ich habe es schon nach dem Auftaktspiel am Betzenberg geschrieben, dass unserer Mannschaft die Balance zwischen spiel- und kampfstarken Akteuren fehlt.
Gestern war diese erstmals gegeben und schon war eine ganz andere Stabilität da.
Kai Bülow sorgte mit seinem überzeugenden Stellungs- und Kopfballspiel, seiner Umsicht und Abgeklärtheit und seiner Situations-Antizipation für neue Sicherheit, auch bei Chris Schindler, der wesentlich souveräner als zuletzt agierte. Daniel Adlung belebte mit seiner hohen Laufbereitschaft und Kreativität das Mittelfeld, in dem auch Julian Weigl deutlich präsenter als zu Saisonbeginn wirkte. Ganz stark Ilie Sanchez mit riesigem Laufaufwand und tollem Positionsspiel, dazu einem genialen Außenrist-Schlenzer nach Rodris kämpferischem Einsatz. An seiner Seite spielte auch Bedia wesentlich lebendiger und engagierter als in den Vorwochen.
Nun gilt es, stabil zu bleiben und diesen schönen Erfolg in den nächsten Spielen zu veredeln. Einen Erfolg, an dem – wie Markus von Ahlen richtig bemerkte – Ricardo Moniz einen nicht unwesentlichen Anteil hatte, auch wenn es ihm nicht gelungen war, die Balance im Team aufzubauen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Ganz neues Löwengefühl!

Also, das hat mich jetzt schon sehr überrascht! Unsere Löwen zeigten heute beim 2:0 gegen Fürther, die erst nach dem Seitenwechsel ein ebenbürtiger Gegner waren, im ersten Spiel unter Trainer Markus von Ahlen die beste Leistung seit vielen, vielen Spielen!
Giftig, stabil in der Defensive mit einem herausragenden Kai Bülow, ballsicher, lauffreudig und mit Spielintelligenz präsentierte sich ein Team auf dem Platz. Das von Adlung wunderbar vorbereitete und von Okotie erneut eiskalt und technisch perfekt erzielte schnelle 1:0 spielte den Löwen natürlich in die Karten.
Dem sehr starken Sanchez glückte dann nach einem aggressiven Pressing seines Landsmanns Rodri noch ein Traumtor per Außenrist aus 23 Metern. Endlich stimmte die Balance aus spielstarken und kämpferisch robusten Akteuren. Diese drei Punkte waren aber erst ein kleiner Anfang, weitere Schritte in die heute gezeigte Richtung müssen folgen. Ein Fußballabend, den ich nicht im Stadion, aber seit langem mal wieder als Löwen-Genießer im heimischen Wohnzimmer verbingen durfte. Weiter so!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Neues Kapitel

In Kürze werde ich in diesem Blog einige Auszüge aus meinem neuen Löwenbuch “Sechzig Momente”, das wohl Ende Oktober erscheinen wird, als Leseprobe anbieten.
Der gestrige Dienstag mit dem desolaten Spiel in Sandhausen und die heutige Entlassung von Trainer Ricardo Moniz werden dazu führen, dass ich das Schlusskapitel umschreiben “darf”.
Mir persönlich tut diese 11. Trainerentlassung im 11. Zweitligajahr leid für einen Trainer, der endlich Leidenschaft auf dem Trainingsplatz vorlebte, Überstunden für verletzte Spieler leitete, mit Leib und Seele Fußball lebte, aber letzten Endes an sich selbst scheiterte. An seinem Zuviel an Fußball-Passion, was einige Herren Profis überforderte. An seiner gewagten Prognose “Wir werden Meister”, die seiner eigentlich positiven Mentalität entsprang, das Herz auf der Zunge zu tragen. An seinen Personalentscheidungen (Weigl Kapitän, Kagelmacher und Leonardo als die Schwachpunkte in unserem Spiel dennoch als Fixpunkte unantastbar, etablierte Kräfte wie Bülow und Adlung nicht berücksichtigt) und dem daraus resultierenden Hierarchie-Vakuum in einer Mannschaft, die diesen Namen gegen Ingolstadt und Sandhausen nicht verdiente und das totale Kontrastprogramm zum Wappentier auf der Brust war.
Auch unser Sportdirektor wird sich sehr kritisch hinterfragen dürfen, ob alle personellen Entscheidungen die Mannschaft auf ein besseres Level geführt haben. Momentan sieht es nicht danach aus und viele Löwenfans wären schon sehr froh, wenn giftige und laufstarke junge Spieler wie Wittek oder Vollmann eine ähnlich gute Reputation beim neuen Trainer hätten wie alternde Divas, die es nicht einmal schaffen, in 90 Minuten mehr als 9,6 Kilometer auf dem Platz zurückzulegen.
Ricardo Moniz wird mir trotz aller Fehlentscheidungen (wie hätte sich alles entwickelt, wenn dieses erste Spiel am Betzenberg nicht so dramatisch vergeigt worden wäre?) als sehr angenehmer Mensch in Erinnerung bleiben, der das Fußballherz am richtigen Fleck trägt. Oh würden dies doch auch endlich einmal unsere Spieler tun!!!
Von den letzten 150 Spielen waren bei mehreren verschiedenen Trainertypen, die ihr Glück versuchen durften, keine 5 (!!!!!) wirklich guten oder uns Fans erfreuende dabei, was für ein Armutszeugnis!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Offenbarungseid statt Zweitliga-Tauglichkeit

Wer nach dem katastrophalen Auftritt gegen Ingolstadt gedacht hatte, dass es nicht mehr schlimmer kommen könne, der wurde heute eines Besseren belehrt, wobei die Dramaturgie mit dem nicht gegebenen Löwentor und dem Unterzahl-Siegtor der braven Sandhäuser in der Nachspielzeit wieder allerhöchsten Löwenblues-Ansprüchen genügte.
Es tut mir leid für einige Spieler und auch unseren engagierten und glücklosen Trainer, dies schreiben zu müssen: Das ist keine Einheit auf dem Platz.
Sondern ein aufgescheuchter, systemloser, kopfloser, teilweise lustloser (Leonardo!) Hühnerhaufen mit einem polnischen Nationalverteidiger, der spätestens nach 30 Minuten ausgewechselt werden hätte müssen. Mit einem Kapitän Schindler und einem Kagelmacher, die im Blindflug durch den eigenen Strafraum irrten. Und es muss knallhart ausgesprochen werden:
Diese Mannschaft ist in dieser Zusammensetzung nicht zweitligatauglich und wird gegen den Abstieg spielen. Mit dem Kämpfen haben es einige ja eh nicht so …
Das Zweikampfverhalten einiger Spieler hat kein Regionalliga-Niveau.
Körpersprache? Ganz, ganz schlimm. Kein gegenseitiges Anfeuern, keine Hilfe in der Zweikampfnot. Kein Weg, den man für den anderen machen könnte.
Eine tote Mannschaft, wie wir sie selbst unter Maurer/Schmidt nicht hatten.
Was ist nur aus dem einst so stolzen Löwen geworden? Was wurde uns nicht alles versprochen vor der Saison?
Neue Leidenschaft. Die fitteste Mannschaft der Liga. Spielerische Qualität. Meister???
Wir sind nur die Meister des Scheins. Dem Spott ausgeliefert.
Manchmal fehlt einem fast die Kraft zum Schreiben, so deprimierend ist das Löwen-Dasein im September 2014.
Blau bleiben – es gibt trotz allem keine bessere Farbe!

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Zuschauer

Nur 21800 zum Wiesn-Start gegen Ingolstadt, das als Tabellenführer angereist kam. Ich meine, dass bei den Verantwortlichen so langsam die Alarmglocken klingeln müssen. Nach zwei enttäuschenden Spieljahren (2011/12 wurde mit Volland/Aigner zumindest das eine oder andere Heimspiel attraktiver Fußball gezeigt) sind viele völlig frustiert darüber, dass es bislang kein Trainer verstanden hat, eine kompakte, giftige Zweitligamannschaft zu formen, die uns Zuschauer auch mal von den Sitzen reißt.
Mit einer kampfbetonten, laufintensiven, leidenschaftlichen, von Siegeswillen geprägten Grundeinstellung. Zur Zuschauerzahl noch eine Anmerkung: Seit langem fällt auf, dass im Online-Ticketing ganze Blöcke (Haupttribüne, Nordkurve Mittelrang) quasi als ausverkauft markiert sind, beim Spiel selber dann aber höchstens zu 60 % besetzt werden.
Irgendetwas stimmt hier nicht, denn so viele Dauerkarten-Gelegenheitsbesucher haben wir nun wirklich nicht.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Haben wir die richtigen Spieler?

Ja, ich weiß … Man muss Geduld haben nach solch einem personellen Umbruch, wie er diese Saison beim TSV 1860 vollzogen wurde. Dennoch aber wirft das äußerst schmeichelhafte 1:1 gegen Ingolstadt (ein 1:4 hätte Spielanteilen, Torchancen und Eckenverhältnis von sage und schreibe 0:7 eher entsprochen!) viele Fragen auf, auch die nach der richtigen Zusammensetzung des Kaders.
Hier eine giftige, laufbereite, extrem zweikampfstarke, aggressiv pressende Schanzer Mannschaft, die uns nach der Pause stellenweise regelrecht an die Wand spielte.
Dort eine Ansammlung von passablen Einzelspielern, aber kein Team, das die Grundtugenden von Liga 2 verinnerlicht hat und in Sachen Athletik, Zweikampfhärte und auch Fitness meilenweit hinter den eigenen Erwartungen und Ansprüchen der sportlichen Leitung zurückbleibt.
Leonardo erneut extrem uneinsichtig, immer mit dem Kopf durch die Wand, statt den besser postierten Nebenmann anzuspielen. Kagelmacher mit seiner Kopfball- und Stellungsspiel-Schwäche der Unsicherheitsfaktor im Defensivverbund. Vorne Okotie mit dem Ball stark, im Pressing schwach. Unser Mittelfeld mit den beiden Spaniern ohne jegliche Bindung, Dominanz und die Bereitschaft, den Gegner anzulaufen und auch mal auf die zweiten Bälle zu gehen.
Wieder einmal – und dies geht jetzt schon seit drei Jahren so – fährst du völlig desillusioniert heim und stellst dir die Fragen , wann endlich mal ein schönes Heimspiel die Löwenseele erfreut und ob wir die richtigen Spieler für eine Seelenwärmer-Saison haben.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Nachlegen kann so schwer sein …

Die letzten Jahre haben unter Beweis gestellt, dass gerade unsere Löwen sich so schwer damit tun, nach einem Auswärtssieg den unbedingt erforderlichen Heimdreier nachzulegen.
Nie war dies aber so wichtig wie am Samstag ab 13 Uhr, wenn die sogenannten Schanzer aus Ingolstadt – noch dazu als überraschender Tabellenführer – zu Gast sein werden.
Nur mit einer hoch konzentrierten und zweikampfverbesserten Leistung werden die so wichtigen Zähler in München bleiben. Nie war es so notwendig wie am Samstag, nach zahllosen schwachen Heimspielen der Vorsaison und auch dieser Spielzeit endlich einmal ein rundum überzeugendes Match folgen zu lassen.
Nachlegen muss nicht schwer sein!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Ortega sei Dank!

Mich freut der erste, so mühsam und gewiss auch glücklich erarbeitete Saisondreier, noch dazu bei unserem Angstgegner am Millerntor, vor allem für unseren leidenschaftlichen Trainer Ricardo Moniz, dessen Keeper Stefan Ortega heute mit einigen fantastischen Reflexen zum Matchwinner wurde.
Ob dieses 2:1 nach Leonardos Elfmetertor und Starks blitzsauber herausgespieltem und vom starken Okotie glänzend vorbereiteten Siegtor kurz vor der Pause aber zum Dosenöffner für eine erfreuliche Saison werden kann?
Zu viele Fragezeichen bleiben. St.Pauli war uns vor allem im Mittelfeld in Sachen Athletik, Zweikampfverhalten (gerade bei den zweiten Bällen hatten wir doch eine Quote, die gegen Null tendierte!) und schnellem Kombinationsspiel klar überlegen. Erst nach ca. 65 Minuten gelang es den Löwen, den permanent vorpreschenden Gegner weiter vom eigenen Tor fernzuhalten. Unsere Spanier sind technisch feine Kicker, aber das Rüstzeug für den Zweitliga-Kampffußball bringen sie (noch) nicht mit. Die Hamburger waren im Spiel gegen den Ball fast eine Klasse besser. Zum Glück setzte sich die Effizienz unserer Mannschaft erstmals in Liga 2 am Millerntor vor grandioser Kulisse durch.
Stefan Ortega sei Dank!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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USA-Löwe

Wieder zurück nach einem unvergesslichen 3-Wochen-Trip in den Westen der USA, der neben einem Verwandtschaftsbesuch (mein jüngster Bruder lebt eine Autostunde nördlich von San Francisco) auch einen grandiosen Road Trip über Yosemite NP, Death Valley, Las Vegas, Zion NP (Geheimtipp, nicht so überlaufen!), Bryce Canyon NP und den Grand Canyon sowie eine Rückfahrt über Mohave Desert, den Big Sur (wilde Pazifikküste am Highway Number 1) und Monterey beinhaltete, gilt es sich wieder, den Löwen und – aus der Entfernung von rund 10000 Km noch lächerlicher erscheinenden – Anwaltsklagen dieses unerträglichen Selbstdarstellers mit Profilneurosen-Zwangstraumata gegen die Rechtmäßigkeit der Ehrenmitgliedschaft des Papstes zuzuwenden, auch wenn einem dies schon schwer fallen mag.
Bitte macht so schnell wie möglich eine neue Mitgliederversammlung und damit dem Treiben des Herrn K. mit seinem vom Selbstinszenierungs-Teufel gerittenen Anwalt endlich ein Ende!
Deshalb lieber etwas Aufbauenderes: Ein Bild meines achtjährigen Neffen Magnus, als wir ihn am ersten Tag unseres Aufenthaltes von der Elementary School in Grayton abholten:
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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