Halbzeit …

Nach Spieltag 18, dem ersten der Rückrunde, sind wir also in der zweiten Halbzeit dieser extrem schwierigen Saison angelangt.
16 Punkte von 54 erreichbaren bedeuten einen Rückstand von 23 (!!!) Punkten auf Tabellenführer Ingolstadt und von 16 (!!!) Punkten auf Aufsteiger Darmstadt.
Es heißt ja immer, dass unsere Mannschaft personell nicht gut besetzt sei, aber man darf sich schon mal fragen, wie es denn möglich sein kann, dass solche auch nicht gerade mit einem Überkader ausgestatteten “Underdogs” uns meilenweit davonlaufen.
Ich behaupte jetzt einmal – und der leicht befremdliche Torjubel bei unserem Führungstreffer gestern mag dies vielleicht bestätigen – dass die Grüppchenbildung innerhalb der Zweckgemeinschaft 1860 Profiteam immer noch nicht ausgeräumt ist und jeglicher Nachhaltigkeit beim Ringen um einen sportlichen Aufwärtstrend im Wege steht.
Von Ahlen setzt zumindest auf Spieler, die das jugendliche Löwen-Gen in sich tragen!
Aus ihnen, der spanischen Fraktion und den “Altlöwen” eine echte Einheit zu formen, dies wird die zentrale Aufgabe der Rückserie sein. Ganz wichtig dürften dabei integrative und kämpferisch vorangehende Spieler wie Kai Bülow oder Dominik Stahl sein, deren Qualitäten vielen erst jetzt bei ihrem wochenlangen Fehlen bewusst geworden sind.

Auch kann das ganze, mittlerweile immer trostloser anmutende Umfeld dort draußen in Fröttmaning und die ihm innewohnende negative Energie (als Totalkontrastprogramm zum roten Siegesfetischismus) nicht gerade leistungsfördernd sein. Andere Clubs rücken in der größten Not enger zusammen und stehen leidenschaftlich hinter ihrer Mannschaft, bei uns ist nicht einmal die eigene Fankurve zu mehr als 50 % besetzt. Gerade im Abstiegskampf bräuchten wir aber zumindest eine Kurve, die sich nicht wegduckt, sondern vorneweg marschiert.
Bei allem verständlichen Frust über diese schlimme Saison gilt deshalb mehr denn je:
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

Nachschlag: Ein ganz großes Dankeschön an die unglaublich vielen Interessenten an meinen “Sechzig Momenten”. Leider erhalte ich den ersten Nachdruck erst heute oder gar morgen und hoffe dennoch inständig, noch vor Heiligabend liefern zu können.

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Löwenangst

16400. Angeblich … Davon wohl mindestens 6000 bis 7000 Karlsruher, wenn man bedenkt, wie viele bei deren drei Toren innerhalb von 8 Minuten auf der Gegentribüne aufsprangen. 3 Tore in acht Minuten – Löwenwahnsinn pur zum Ende dieser Horror-Vorrunde.
Dabei hatte man gut und engagiert begonnen, wirkte man defensiver stabiler als zuletzt und selbst der viel gescholtene Kagelmacher hatte bis zur 60. Minute viele lichte Momente, um dann (konditionsbedingt?) neben dem indisponierten Wojtkowiak mit haarsträubendem Defensivverhalten dem taktisch veränderten KSC (warum reagierte unsere Bank nicht darauf???) die Tore quasi zu schenken. Das war viel zu billig und einfach nicht zweitligatauglich, wie sich unsere Mannschaft nach der Pause defensiv präsentierte und hier muss unser zentrales Mittelfeld (Weigl – Sanchez) sich schon mal selbstkritisch hinterfragen, wie viele Zweikämpfe überhaupt noch bestritten wurden, von einem effektiven Spiel gegen den Ball ganz zu schweigen.
Was bleibt an positiven Eindrücken? Natürlich dieses Klassetor des jungen Wittek, der sich zuerst ein paar Mal defensiv arg düpieren ließ, um dann mit diesem fulminanten “Schlagschuss” der Mannschaft zumindest kurzzeitig wieder Selbstvertrauen einzuhauchen. Die nach der Pause fast auseinanderfiel und froh sein durfte, dass der KSC extem fahrlässig mit seinen Hochkarätern umging.
Man hat Angst. Die Angst, dass die Talfahrt in diesem unsäglichen Stadion dort draußen nicht gebremst werden kann und der Investor die Lust verliert. Wenn in der Winterpause nicht ganz gewaltig nachgelegt wird, droht uns der Weg von Energie Cottbus aus dem Vorjahr.
Man leidet. Wie die zahlreichen echten Blauen gestern Abend beim Weihnachtstreff in Glonn, wo ich nach einer sehr angeregten und anregenden Diskussion um Klaus Kämpf und Verwaltungsrat Richi Ostermeier und einer kurzen Lesung aus “Sechzig Momente” mit einem guten Gefühl von dannen zog. Denn:
Solange wir Fans Leidenschaft leben, wird dieses unser Sechzge nicht untergehen!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Löwentrost in schlimmen Tagen

Da schlägst du heute den Sportteil der “Augsburger Allgemeinen” auf und mit einem Augenblick kommt dir ein morgendliches Lächeln in düstersten Löwentagen auf die Lippen: Die grandiose Choreographie der über 3000 treuen und überwiegend jungen Löwenfans um die “Giasinga Buam” an einem nasskalten Montagabend zu Nürnberg.
Solange diese Leidenschaft in diesem unserem Verein lebt, wird der Löwe niemals untergehen. Bitte hängt dieses Bild den Spielern in die Kabine …
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

Giasinga Buam Choreo 001

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Ein Löwe auf dem Platz

Maxi Wittek. Löwe seit seinem 6.Lebensjahr. Kämpferisch. Leidenschaftlich. Immer engagiert. Sicher auch mit defensiven Schwächen, aber heute beim schmeichelhaften 1:2 in Nürnberg für mich der einzige mit Löwenherz auf dem Platz.
Unsere Innenverteidigung? Die schwächste der gesamten zweiten Liga: Hölzern, langsam, unbeweglich. Chris Schindler ist auch ein echter Löwe seit ganz vielen Jahren, aber in dieser Verfassung mit den zahllosen Abwehrböcken unabhängig von seiner Kapitänsbinde derzeit nicht mehr tragbar. Vallori überfordert, wenn es schnell zugeht.
Unser zentrales Mittelfeld? Stark das volle Kontrastprogramm zu seinem Namen. Ohne jeglichen Zugriff, ohne Balleroberung, nur noch ein Schatten der Vorsaison. Weigl ohne Präsenz, zweikampfschwach, vom Trainer im rechten Mittelfeld völlig fehlbesetzt nach der Pause. Da hätte der Korbi Vollmann hingehört und sonst keiner!
Rama nach zuletzt passablen Leistungen nicht gesichtet, Adlung wie seine Kollegen nach ordentlicher Anfangsphase völlig abgetaucht.
In dieser kämpferischen wie spielerischen Verfassung (wie viele Einwürfe und lange Bälle haben wir eigentlich ins Aus gekickt?) sind wir leider ein Abstiegskandidat.
Wenn der Investor nicht seine Geldschatulle ganz weit öffnet, droht Liga 3.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Über sich hinauswachsen …

Dies wird unsere Löwenmannschaft morgen im Traditionsduell beim ebenfalls sehr schwach gestarteten Club aus Nürnberg wohl tun müssen, um voraussichtlich erneut ohne Torjäger Okotie zu punkten. Die Lage ist mehr als prekär, wenn man z.B. bedenkt, dass wir 2006, 2008 und 2009 bis zum Schluss im Abstiegskampf steckten.
Die aktuelle Punktzahl zwei Spieltage vor Vorrundenende: 15
Die damaligen Punktzahlen am Vorrundenende: 25, 28 (!) und 22.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Aus “Blaue Zusatzmomente” (zum gestrigen Abend)

S.253:
“In Begegnungen mit den neuen Verantwortlichen spüre ich die neue Löwenlust auf eine bessere, erfolgreichere Zukunft, auch die Sehnsucht nach einem eigenen, wilden Löwenkäfig, der sich hoffentlich in nicht ferner Zukunft in Riem oder sonst wo realisieren lässt.
Gerhard Mayrhofer und seine Mitstreiter Heinz Schmidt, Peter Helfer und Erik Altmann sind im Team mit Investor Hasan Isamik und seinem in München lebenden Cousin Noor Basha, der die neu entdeckte Leidenschaft für unseren wunderbaren Club so strahlend nach außen trägt, auf einem guten Weg, den es auch bei Rückschlägen nicht aufzugeben gilt. Das Gerichtsurteil, in der Presse zurecht als Posse des Herrn K. beschrieben (eine vollständige Namensnennung würde diesem Herren zu viel der Ehre erweisen, der zwar aufgrund eines Verfahrensfehlers bei den Einladungen zur Mitgliederversammlung in der Sache recht hatte, aber nie und nimmer diesen “Kreuzzug” gegen den eigenen Verein hätte führen dürfen) war solch einer, aber die Verantwortlichen haben in selten erlebter Einheit und Einmütigkeit demonstriert, dass sie sich von dem eingeschlagenen Weg keinen Millimeter weit abbringen lassen. …
Die Dominanz der Roten wirkt erdrückend, muss uns Löwen aber nicht erniedrigen, haben wir doch Stolz, Tradition, Zusammengehörigkeitsgefühl in schwersten Zeiten und insbesondere die Leidenschaft als Argumente, die ein müdes Schlauchboot in Rot niemals bieten können wird.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Ein kalter Löwenwinter …

Uns steht ein kalter Löwenwinter bevor und nach dem heutigen Spiel, diesem unverdienten 0:2 gegen einen biederen FSV aus Frankfurt, der wieder von lächerlichen 60 Schlachtenbummler begleitet wurde (während wir denen auswärts die Hütte füllen!), bleibt meine Hoffnung, dass Investor Hassan Ismaik (heute zum Glück nicht im Stadion trotz Ankündigung) den Kader offensiv und defensiv entscheidend nachrüsten hilft.
Nach dem Ausfall von Okotie, Rodri und Hain sowie der Suspendierung von Wood begannen wir dieses “Heimspiel” in der spärlich besetzten Arena 66 Minuten lang ohne (!) Stürmer, ehe nach der Einwechslung des baumlangen Mulic, der am Boden erstaunlich kombinationsstark agierte, in der Luft aber trotz seiner Größenvorteile ein “Elend” ist, auch nach der Variante mit Vollmann als Rechtsverteidiger für den erneut schwachen Angha endlich mehr Schwung in die Offensivbemühungen kam. Bezeichnend, dass zwei Spieler der Amas deutlich auffälliger spielten als so mancher etablierte Akteur.
Positiv sei auch der stets bemühte und laufstarke Linksverteidiger Wittek erwähnt, ein echter Löwe mit viel Herzblut. Haarsträubend war unser Abwehrverhalten bei beiden Gegentreffern und die Frage sei erlaubt, warum Kai Bülow nach seiner starken Partie beim einzigen (!!!) Heimsieg gegen Fürth aktuell kaum Einsatzchancen bekommt.
Blau bleiben im kalten Löwenwinter – es gibt keine bessere Farbe!

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Geblendet im Geldrausch

Generalversammlung derer von der anderen Straßenseite …
Geld.Geld.Geld.Geld.Geld.Geld.Geld.Geld.Geld.
Gier.Gier.Gier.Gier.Gier.Gier.Gier.Gier.Gier.Gier.
Getrieben.Getrieben.Getrieben.Getrieben.Getrieben.
Dagobert Duck. UH.
Gefängnis. Generalamnestie. Gefeiert.
Geblendet.Geblendet. Geblendet im blinden Gehorsam.
Gefährlich.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Versand und Poststreik

Ein ganz großes Dankeschön, dass sich so viele Löwen für mein neues Buch “Sechzig Momente” interessieren und dies durch ihr Kaufinteresse zum Ausdruck bringen.
Bitte habt Verständnis dafür, dass es aktuell auch einige Verzögerungen beim Versand geben kann. Poststreik!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Ein 4:1, das nichts für schwache Nerven war!

Da spielen unsere Löwen, immer wieder angetrieben von einem bärenstarken Daniel Adlung, 50 Minuten lang meist souverän und im Abschluss eiskalt an der alten Försterei bei Union Berlin, führen 4:0 … Und dennoch hätte diese Partei locker kippen können, wenn Keeper Stefan Ortega nicht einen absoluten Sahnetag erwischt und sogar einen Strafst0ß plus sattem Nachschuss sensationell pariert und die Union-Stürmer mehrere todsichere Chancen nicht kläglich versiebt hätten.
Unglaublich, wie nachlässig das zentrale Mittelfeld (Weigl – Stark) und v.a. Rechtsverteidiger Angha zwischen der 51. und 65.Minute agierten. So war selbst dieser höchst erfreuliche Auswärtssieg nichts für schwache Fannerven, weil bei den Löwen einige Akteure mit Minute 50 den Spielbetrieb eingestellt hatten.Ortega sei Dank gab es nicht ein ähnlich schlimmes Erwachen wie beim Auftakt am Betzenberg. Erfreulich war das variable Offensivspiel mit Rama und einem nie zu bremsenden Okotie, so dass dieser wichtige Auswärtsdreier eingefahren werden konnte.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

“Sechzig Momente – eine Liebeserklärung an einen mehr als außergewöhnlichen Verein”
(seit 20.11. verfügbar, Bestellung bitte unter leo.loewenblues@gmx.de)

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