Ein Trainer, der Leidenschaft vorlebt

Auch wenn die Vorbereitungsergebnisse nicht überbewertet werden sollten, so wäre es nicht nachteilig, wenn unsere Löwen heute Abend gegen Heimstetten (Regionalliga) und am Samstag beim letzten ernsthaften Test gegen den englischen Premier- League-Club Stoke City in Reit im Winkl nach den überflüssigen und vermeidbaren Niederlagen gegen Gladbach und Cardiff einen Achtungserfolg verbuchen könnten.
Bewundernswert und vorbildlich ist die professionelle Einstellung unseres Neutrainers Ricardo Moniz, der am gestrigen trainingsfreien Tag eine Spezialeinheit mit Neuzugang Kagelmacher absolvierte. Wie immer im höchst persönlichen Mitmachmodus.
Endlich ein Löwentrainer, der Leidenschaft vorlebt!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Löwen international

Keine Frage, die neue Löwenmannschaft unter der leidenschaftlichen Trainerfuchtel von Ricardo Moniz hat ein grundlegend anderes Gesicht als ihre Vorgänger.
Man kann fast von “Löwen international” sprechen. Als da wären: Vallori, Sanchez, Bedia (Spanien), Kagelmacher (Uruguay), Okotie (Österreich-Nigeria), Leonardo (Brasilien, klasse Namen für einen Löwen!), Claasen (Südafrika), Wood (USA), Tomasov (Kroatien), Wojtkowiak (Polen) und unser Urgestein Kiraly (Ungarns Rekord-Torhüter). Dazu immerhin 17 deutsche Spieler, darunter nach wie vor erfreulich viele Eigengewächse, von denen Weigl und Wittek die besten Chancen auf einen Stammplatz haben sollten.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Testspiele

Testspiele … Sind wichtig, v.a. wenn eine Mannschaft wie Sechzig mehrere neue Spieler integrieren möchte. Werden überbewertet. Was nützen dir Achtungserfolge in der Vorbereitung gegen Erstligisten oder gar Teams aus der Premier League, wenn diese keinen Motivationsschub für die Liga bewirken und stattdessen eher eine unangemessene Erwartungshaltung im nicht gerade zu Sachlichkeit und Ausgewogenheit neigenden eigenen Umfeld wecken.
Testspiele … Das gestrige 2:3 der Löwen gegen Gladbach ließ neben vielen positiven Erkenntnissen (schnelleres Spiel, Dominanz im Ballbesitz) auch das eine oder andere Fragezeichen auf den Platz schleichen: Warum werden so viele Hochkaräter zum Teil leichtfertig versemmelt, wobei es schon sehr positiv ist, dass viele Chancen kreiert wurden? Haben wir hinten im zentralen Abwehrverbund ein ausreichendes Schnelligkeitsniveau?
Heute wurde der Brasilianer Leonardo verpflichtet, ein torgefährlicher Ex-Red-Bulle, den unser Trainer bestens kennt und der zuletzt in Ungarn zum Spieler der Saison gewählt wurde. Sein Nachfolger dort bei Ferencvaros Budapest ist übrigens ein gewisser Benjamin Lauth!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Verdient!

Auch wenn das gestrige Spiel auf beiden Seiten ein einziger Abnützungskampf war, in dem uns der italienische SR v.a. in der Verlängerung nicht immer wohl gesonnen war, so bleibt nach einem packenden und bis zum Schluss spannenden WM-Finale nur ein Fazit:
Die Mannschaft mit kämpferisch herausragenden Schweinsteiger und Boateng hat sich den vierten Stern am Trikot redlich verdient und das Glück am Schluss auch erzwungen, wobei das Siegtor in Vorbereitung und Vollendung schon allererste Sahne war.
Ein riesiger Erfolg, der den gesamten deutschen Fußball beflügeln wird und von dem auch der in den letzten Jahren so gebeutelte Nachwuchsbereich profitieren wird.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Moniz macht Mut

Endlich einmal ein Trainer bei 1860, der Leidenschaft auf dem Trainingsplatz vorlebt und von seinen Spielern auf dem Platz einfordert. Der aber auch den mahnenden Zeigefinger erhebt und auf den Offensivpositionen Nachbesserungen einfordert. Der junge Spieler aus ihrer Selbstzufriedenheit herauskitzelt, ihnen Verantwortung überträgt (Weigl als aktuellen Kapitän) und ins kalte Wasser wirft (Maxi Wittek, ein Blauer durch und durch, als Linksverteidiger). Lange haben wir auf solch einen Trainer mit Herzblut gewartet.
Hoffentlich wird ihm mit unserer Mannschaft der Erfolg beschieden sein, auf den er sogar mit Zusatzschichten bei individuellen Defiziten (z.B. Grundschnelligkeit) hinarbeitet.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Traumhaft

Selbst mit dem Abstand von rund 16 Stunden kann man irgendwie immer noch nicht fassen, was unsere Bundeskicker gestern mit den bemitleidenswerten Brasilianern in deren Heimat veranstaltet haben. Vor allem die Minuten 21 bis 29 mit vier Toren gegen einen Gegner, der dem unangemessenen Erwartungsdruck nie gewachsen war, werden nicht nur in die deutsche Fußballgeschichte eingehen. Das war traumhafter Kombinationsfußball bei höchster Passgenauigkeit, immer wieder von den überragenden Kroos und Khedira initiiert. Sollte Kroos wirklich nach Spanien wechseln, werden sich die Verantwortlichen des Zweitgeborenen im Münchner Fußball wohl 1860 fach in den Allerwertesten beißen …
Der größte Übertragungswitz für mich persönlich war, dass meine jungen Nachbarn, die trotz der Witterung unentwegt draußen im Carboard Public viewten, aufgrund ihrer Satellitenübertragung jedes Tor ca. 3 Sekunden vor meinem Kabel-Tor-Empfang in den Krumbacher Nachthimmel hinausbrüllten. So etwas wie dieses gestrige 7:1 hat die Fußballwelt noch nie erlebt.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!
Und: Löwen heute in Rosenheim gegen den KSC!

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Durchgekämpft

Unsere deutsche Mannschaft kam gestern aufgrund einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Algerienspiel verdient ins Halbfinale, was nicht zuletzt auch den schon lange eingeforderten Umstellungen geschuldet war. Offensichtlich haben Jogi’s Taktikflüsterer da ganze Arbeit geleistet. Lahm musste seine Egoismen dem Teamspirit opfern und bot eine passable, wenngleich in der Zweikampfführung nicht immer fehlerfreie Vorstellung. Hummels erwies sich als der Stabilisator der Defensive und machte zudem ein technisch sehr anspruchsvolles, tolles Kopfballtor. Klose – trotz fehlender Torgefährlichkeit – zeigte guten Laufeinsatz und Anspielbarkeit, war eine Entlastung für den kämpferisch herausragenden Müller. Sorgen muss man sich um Özil (nur ein Schatten seiner selbst) und auch Schweinsteiger machen, dessen Fitness und Athletik nach wie vor defizitär sind.
Jammerschade, dass ein Neymar beim Klassiker am Dienstag nicht dabei sein kann.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!
Übrigens: Löwen heute in Lustenau!

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Jogi’s Ritt auf der Rasierklinge …

Unser Nationalteam hat sich ins Viertelfinale gekämpft, gekrampft und gezittert, das gestrige Spiel war ein einziger “Ritt auf der Rasierklinge”.
Hinten: Ein wackliger, nachlässiger Boateng. Ein kämpferischer, aber langsamer, hölzerner und aufbauschwacher Mertesacker mit Standfußball statt schneller Spieleröffnung. Außen zwei offensiv bemühte, defensiv unterirdische Höwedes und des Löws zuerst gar nicht nominierter neuer Liebling Mustafi. Muss unser Bundestrainer eigentlich der ganzen Fußballwelt beweisen, dass er statt Volland den “Richtigen” nachnominiert? Ein Witz, dass eine Kampfmaschine wie Großkreutz in dieser müden deutschen Mannschaft noch keine Minute spielen durfte!
Das Mittelfeld erst nach der Einwechslung von Khedira besser in der Balance. Lahm da, wo er hingehört – rechts hinten. Es kann nicht sein, dass eine ganze Mannschaft umgewirbelt wird, nur weil der alternde Kapitän lieber zentral spielen will. Der Ballack hat mit seiner – sicherlich auch persönlich gefärbten Kritik – recht. Schweini und Kroos bemüht, aber weit von ihrer Topform entfernt. Özil und Götze sind Schönkicker, die du nicht wahrnimmst, wenn das Spiel nicht läuft. Ohne jede Zweikampfhärte. Verspielt!
Unerklärlich auch, warum der arme Müller gegen das algerische Defensivbollwerk nicht von Beginn an Unterstützung in Person von Klose oder des eingewechselten Hackentorschützen Schürrle erfuhr. Viele Fragen bleiben offen, Herr Bundes-Jogi!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Aufbruchstimmung in der Löwenfamilie!

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Mit einem gut gelaunten Präsidenten Gerhard Mayrhofer

Auch wenn das Wort “Aufbruchstimmung” im Zusammenhang mit unseren Löwen in den letzten Jahren überstrapaziert wurde, möchte ich es heute in den Raum werfen. Ich war heute Nachmittag mit meinem Freund Fritz, einem erstklassigen Sportphotographen (Fußball, Eishockey, Speedway) ein paar Stunden im schönen Biergarten des Daxer Hofes in Olching, wo Vizepräsident Peter Helfer charmant und witzig durch eine Veranstaltung moderierte, die die Herzen der rund 200 anwesenden Löwenfans höher schlagen ließ.
Das gesamte Präsidium um den gut aufgelegten Präsidenten Gerhard Mayrhofer sowie der launige Investorencousin Noor Basha: Anwesend. Sportdirektor Gerhard Poschner und die Trainer Ricardo Moniz (noch heiser vom Vormittagstraining, der Mann lebt und liebt Fußball!) und Markus von Ahlen (sehr eloquent, wie auch Moniz überzeugt von einer neuen Löwenmentalität): Anwesend.
Dazu die beiden sympathischen Spieler Dominik Stahl (soll nachMoniz seine Trefferquote von zuletzt 5 in der neuen Saison verdoppeln!) und Neutormann Stefan Ortega. Insbesondere Poschner sprach Klartext (auch in Sachen Lauth und Stoppelkamp) und alle betonten immer wieder eindringlich, dass unser 1860 einen neuen Geist braucht, der nicht in der wenig erfreulichen jüngeren Vergangenheit haften bleibt, sondern mutig und leidenschaftlich nach vorne blickt. Immer wieder fiel auch der Begriff der von gegenseitigem Respekt getragenen Löwenfamilie. Nur gemeinsam, wenn alle vom Zeugwart über die Verantwortlichen, die Spieler und Fans an einem Strang ziehen, könne erfolgreicher Spaßfußball entstehen, in einem echten Team, das sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt.
Ich hatte am Ende der Veranstaltung noch die Gelegenheit, mich mit Ricardo Moniz und Gerhard Mayrhofer zu unterhalten. Bei beiden spürte ich die Aufbruchstimmung, die positive Vorfreude auf eine Spielzeit, die uns hoffentlich attraktiven Löwenfußball bieten wird. Ein herzlicher Dank auch an Christian Poschet von der ARGE (Fanclub Hohenschwangauer Hof) für die tollen Bilder. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass dieser wunderbare Biergartennachmittag im wilden Löwenrudel in meinem “Sechzig Momente-Buch” die verdiente Würdigung erfahren wird. Ein bemerkenswerter Nachmittag vor den Augen der bekannten Schauspielerin Monika Baumgartner, einer bekennenden Blauen, der einem wieder einmal eindringlich vor Augen führte, welch megacoolem Verein man angehören darf. Der Schlusssatz soll Ricardo Moniz gehören, der nach kurzer Überlegung auf die Frage, warum er ausgerechnet zu 1860 gewechselt sei, die bemerkenswerte Antwort gab:
“Weil dieser Verein eine ganz besondere Wärme hat!” In diesem Sinne:
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

Im Gespräch mit unserem neuen Trainer Ricardo Moniz, der Fußballleidenschaft vorlebt

Im Gespräch mit unserem neuen Trainer Ricardo Moniz, der Fußballleidenschaft vorlebt, vorne übrigens das Anti-Heiserkeits-Wundermittel …

 

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Vertrauensvorschuss

Ich bin der Meinung, dass sich unsere neue Führung mit Sportdirektor Poschner und Geschäftsführer Reyek in den letzten Monaten und Wochen einen Vertrauensvorschuss redlich erarbeitet hat. Die Planung der neuen Spielzeit, die Diskretion bei Transfers, die Konzeptionalität und Strukturiertheit des Vorgehens, das sieht nach einem Plan aus.
Übrigens sind neben den beiden Genannten am Samstag auch Präsident Mayrhofer und die Spieler Stahl und Ortega sowie Neutrainer Moniz bei einem Regionstreffen der ARGE-Fanclubs in Olching vorzufinden. Da könnte man sich ja einmal vor Ort einen ersten Eindruck von den Löwen der hoffentlich “neuen Zeitrechnung” machen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

 

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