Das zarte Pflänzchen Hoffnung lebt!

Doch, man muss unseren Löwen, die erneut von einer großartigen Fanmeute, die ihresgleichen in Liga 2 sucht, unterstützt wurden, ein Kompliment machen.
Einstellung, Einsatzwille und Moral beim äußerst schmeichelhaften 1:1 gestern in Ingolstadt passten. Auch zeigten Schindler und Kagelmacher defensiv eine starke Leistung, während der junge Wittek seine Seite 90 Minuten lang nie richtig dicht bekam.
Maßlos enttäuscht bin ich vom sympathischen Julian Weigl. Wer in 25 Spielen als zentraler Mittelfeldspieler keinen einzigen gefährlichen Torschuss abgibt, wer ständig das Tempo verschleppt und Zweikämpfe nur halbherzig bestreitet, der braucht sich nicht zu wundern, wenn Trainer Fröhling im Abstiegskampf auf erfahrene Kämpfer wie Domi Stahl setzt. Das ist bei allem Talent und aller guten Balltechnik aktuell viel zu wenig. Wie sich auch ein Adlung wieder auf einfaches Spiel und verbesserte Standards besinnen sollte.
Sandhausen am Wochenende wird eine megaharte Nuss, die nur mit einer leidenschaftlichen Teamleistung und grandiosem “Support” zu knacken sein wird.
Packt es, ihr bissigen Löwen und … bitte zeigt auch fußballerisch mal wieder das eine oder andere Hoffnungslicht. Denn nur mit Kampf wird das zarte Pflänzchen Hoffnung nicht gedeihen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Löwenwand

Wir brauchen diese magische blaue Wand, die unsere hypernervöse Mannschaft am Samstag zum so wichtigen Heimsieg gegen die Paulianer getragen hat, nicht nur in den nächsten Heimspielen, sondern auch am Montag beim Audi-Kunstprodukt in Ingolstadt mit seinen immer noch trostlos wenigen Erfolgsfans.
Ich bin guter Dinge, dass Sechzig dort mindestens einen Zähler holen wird. Wenn es Fröhling gelingt, die Schwachstelle in unserem Spiel, das zentrale Defensivmittelfeld, auszumerzen. Leute wie Domi Stahl sind gefragt, keine Sechser, die bei jedem Lufthauch aus den Fußballlatschen kippen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Mit glücklicher Hand und einer riesigen Portion Dusel

2:1 im Kellerduell gegen Lienens St.Pauli, der wieder einmal seit Bielefeld 77 unsere Löwenwege kreuzte. Heute zum Glück nicht durchkreuzte wie anno 2004 im April, als er nach mehreren sieglosen Spielen mit Hannover 96 in München 2:0 gewann und uns bereits in diesem Moment (nicht erst bei Kioyos Elfer)  in eine zweite Liga schickte, der wir nach dem bisherigen Verlauf dieser Katastrophenspielzeit gerne und dankbar weiter angehören würden. Wie sich doch die Ziele und Prioritäten verändern können!
Heute war es viel Löwenkampf und noch mehr -krampf gegen einen spielerisch besseren Gegner, dem gegen die schwachen Weigl und Annan das zentrale Mittelfeld gehörte und der beste Torchancen zum Glück für 60 liegen ließ. Löwendusel, immerhin erarbeitet!
Bei dem Neutrainer Fröhling mit dem Torwartwechsel auf den reaktionsschnellen Eicher (wenn der doch bloß noch einen rechten Fuß zum Schlagen hätte!) und der Einwechslung von Torschütze Wolf vieles richtig machte. Adlung muss für seinen überragenden läuferischen Einsatz herausgestellt werden, auch für die tolle Vorarbeit zum 2:0. Die Abwehr um einen stabilen Kagelmacher spielte solide. Das Mittelfeld bekam einmal mehr kaum Zugriff und agierte viel zu passiv und zögerlich.
Vielleicht löst dieser so wichtige zweite (!) Heimsieg der Saison so manche Kopfblockade und unsere Löwen sorgen im nächsten “Auswärtsspiel” beim kriselnden Tabellenführer in Ingolstadt für eine positive Überraschung. Wäre schön. Wenn wir dann noch anfangen, Fußball zu spielen
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Traurige Außendarstellung

Es mag ja sein und die Hoffnung lebt immerhin noch, dass Torsten Fröhling nach seiner sehr ordentlichen Arbeit bei den Amateuren doch derjenige sein kann, der das sinkende Schiff 1860 in ruhigere Gewässer führen kann.
Aber die Außendarstellung unseres Vereins war wieder einmal bodenlos. Führungslos. Nur noch traurig. Und traurig muss einen doch auch stimmen, wenn die “Marke Sechzig” nicht mehr attraktiv genug sein kann, selbst langzeitarbeitslose Fußballlehrer an die Grünwalder Straße 114 zu locken.
Was Werner Lorant heute in der “Sportbild” so von sich gibt, entspricht in seinem Zynismus und der Menschenverachtung nicht meinem Menschenbild, aber im Kern hat der Löwendompteur der Jahre 1992 bis 2001 recht. Die sportliche Führung ist kompetenzresistent. Die Vereinsführung und der Investor driften nie auf der gleichen Welle und wir Fans? Wir leiden an diesem Verein und lieben ihn weiter.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Geschlossenheit und individuelle Arroganz

Auch wenn der späte Ausgleich der spielerisch auch nicht gerade überzeugenden Darmstädter mehr als ärgerlich war, so konnte man heute nicht zuletzt aufgrund einiger personeller Umstellungen endlich mal eine geschlossene kämpferische Leistung der Löwen sehen. Über den Bereich “spielerische Komponente” wollen wir weiter den Mantel der Fan-Nächstenliebe hängen.
Die erwarteten Aufstellungen der Routiniers Bülow, Volz und Annan brachten deutlich mehr defensive Stabilität in die Mannschaft. Ein Sonderlob verdienten sich die oft gescholtenen Schindler und Kagelmacher mit konsequentem Zweikampfverhalten gegen Stroh-Engel und Heller.
Was mich aber neben den viel zu spät erfolgten Einwechslungen unserers Trainers wurmt, dass ist bei aller individueller Klasse (wo wären wir ohne seine 13 Treffer?) die erneut beim Elfmeter gezeigte Überheblichkeit eines Okotie, der leichtfertig das wohl vorentscheidende 2:0 vergab. Und da muss ein Trainer auch mal sein “Schlachtross” anzählen, wenn dieses so langsam die Bodenhaftung zu verlieren droht.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe, auch in schweren Zeiten!

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“Mit ihm starb ein Stück Sechzig!”

Petar Radenkovic, die Löwenikone schlechthin, hat diese Aussage über den heute in Germering unter sehr großer Anteilnahme (700 Trauergäste) beigesetzten Manni Wagner gemacht. Wie der Radi, so konnte auch ich aufgrund einer sehr schmerzhaften Nervenentzündung zu meinem großen Bedauern nicht an der Beerdigung teilnehmen.
Der Radi hat noch weitere bemerkenswerte Sätze über seinen ehemaligen Teamkollegen gesagt … “der Manni hat uns Meister-Löwen über Jahrzehnte auf und neben dem Platz zusammengehalten. Er war unsere wichtigste Integrationsperson. Manni hat Sechzig inhaliert und wie kein Zweiter verkörpert. Er war ein echter Marken-Botschafter, wie man ihn heutzutage kaum mehr findet.
Er war die gute Seele des Klubs. Mit ihm stirbt ein Stück Sechzig.”
Danke, Radi, für diese wunderbaren Worte.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Dein Himmel wird immer weiß-blau sein, Manni Wagner!

Mit sehr großer Betroffenheit hat unsere Löwen-Familie die Nachricht vom heutigen Tod Manni Wagners aufgenommen. Zumindest für ein paar Stunden hielt die leidgeplagte und sportlich verzweifelte Gemeinschaft den Atem an.
Ein großer Löwe ist von uns vergangen. Wahrscheinlich trotz aller Radis, Grossers, Brunnenmeiers oder Millers der Größte. Keiner, der sich selbst ständig in den Mittelpunkt stellte. Keiner, der die Mikrofone und Kameras suchte, um sein Ego auszuleben. Keiner, der sich je respektlos über seinen Löwenverein oder sportliche Gegner ausgelassen hat.
Nein. Der Manni war einer von uns, immer mitten drin im Löwenrudel.
Bescheiden. Gut zuhörend. Bodenständig. Umgänglich. Freundlich. Sachlich fair. Geerdet.
Ein Ehrenmann.
Der Manni war der Vorzeigelöwe für uns Mittelaltrige wie auch die ganz Jungen. Einer, dem man gerne zuhörte. Weil er was zu sagen hatte. Von einer Vereinstreue sprach, die heute zu einem kümmerlichen Fremdwort im eiskalten Profitfußball geworden ist. Trotz der Reusschen Vertragstreue.
Der Manni lebte Sechzig und die Liebe zu diesem wunderbaren Verein. Und da er kein Schaumschläger, Selbstdarsteller oder gar Profilneurotiker war, spielte er auf Funktionärsebene nie eine große Rolle.
Dafür spielte und lebte er sich in die Herzen so vieler Löwenfreunde.
Weil er authentisch war. Glaubwürdig. Treu wie sonst keiner der vielen Aktiven seit 1953.

Froh bin ich und dankbar. Tief dankbar, ihn in den letzten fünf Jahren über einen gemeinsamen Freund näher kennengelernt haben zu dürfen. Dankbar für die trostreichen, motivierenden Worte, wenn ich wieder einmal an unseren Löwen oder meiner schweren Krankheit zu verzweifeln drohte. Dankbar für den Löwenmut, den er in sich trug.
Wenn ich nur an unsere allerletzte Begegnung im Löwenstüberl am 12.Dezember zurückdenke … Wie er sich mit mir über den Erfolg von “Sechzig Momente” freute, zu denen er ein wunderbares, sehr persönliches Vorwort schrieb. Für deren Aufnahme in den Fanshop er sich so sehr einsetzte. Wie wir uns leidenschaftlich über unsere Sorgen bezüglich der aktuellen Löwenmannschaft austauschten und er beiläufig erwähnte, keine Interviews zur prekären Lage zu geben, um die Verantwortlichen nicht noch mehr in die Schusslinie zu bringen. So war er, der Manni, ein fairer Pfunds-Sportmann.
Wie er dann für meinen Freund eine persönliche Widmung auf dem Parkplatz ins Buch schrieb und dann – leicht hinkend – zurückging. Dieses Bild werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
Zurückging in seine Heimat, die Grünwalder Straße 114. Wo er 62 Jahre lang der gute Geist war. Und es auch weiter sein wird. Von oben.
Dein Himmel wird immer und ewiglich ein weiß-blauer sein.
ELIL – so wie es auf deiner Visitenkarte stand.
Ruhe in Frieden, du wunderbarer Mensch und Löwe, Manni Wagner!

Unsere letzte Begegnung im Löwenstüberl am 12.12.2014, vor dem  Plakat zum Wembleyfinale, über das der manni mir einen handgeschriebenen Brief für die "Sechzig Momente" zukommen ließ.

Unsere letzte Begegnung im Löwenstüberl am 12.12.2014, vor dem
Plakat zum Wembleyfinale, über das der Manni mir einen handgeschriebenen Brief für die “Sechzig Momente” zukommen ließ.

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Notbremse ziehen

Ich bin wahrlich kein Freund von permanenten personellen Umbrüchen und Wechseln auf den entscheidenden Positionen, aber dieses “Kartenhaus 1860 München”, das gestern gegen einen biederen Gegner nach der Pause wehrlos in sich zusammenfiel (und damit ist vor allem das hilflose Trainergespann gemeint, das wieder einmal untätig auf Umstellungen des Gegners reagierte!), schreit förmlich nach einem Radikalwechsel auf der Trainer- und auch Sportdirektorenstelle. Die Notbremse muss gezogen werden!
Als Löwenfan erntest du mittlerweile nicht einmal mehr Spott, sondern nur noch Mitleid für solche Auftritte wie gestern Abend.
Wer ist denn dafür verantwortlich, dass diese Mannschaft keine Körpersprache, keinen inneren Zusammenhalt, kein gegenseitiges Pushen auf dem Platz bietet? Dieses Team treibt genauso führungslos wie das von 2004 auf den Abstieg zu. Vielleicht könnte ein leidenschaftlicher Trainer, der an der Linie 90 Minuten lang Vollgas gibt, diese Katastrophensaison doch noch retten. Und dazu ein Sportdirektor, der die Liga kennt.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Trostlos, taktisch hilflos, kein Team: TSV 1860 München

Was wurde uns alles versprochen, angefangen vom neuen Leader Adlung über den tollen Teamspirit und das selbstbewusste Neuerstarken des Teams.
Und dann nach einer noch akzeptablen ersten Hälfte solch ein trostloser, taktisch hilfloser (von Ahlen muss sich wieder einmal fragen lassen, warum er auf die Umstellungen der brav-biederen Heidenheimer nach der Pause nicht reagiert hat, warum sein Team jegliche Spielkontrolle aufgab) Auftritt eines Absteigers mit der sechsten (!) Heimniederlage.
Und wo waren unsere zentralen Spieler: Adlung als Leader ein Witz, mit bodenlosen Standards, Hacke-Spitze-Eins-Zwei-Drei- Chance- vorbei-Aktionen, ohne jegliche Konsequenz im Zweikampf. Unser angeblich von Liverpool und Ajax umworbenes “Wunderkind” Weigl im defensiven Mittelfeld zu langsam, zu zweikampfschwach für die zweite Liga. Der Spanier Sanchez nach gutem Beginn mit technisch haarsträubenden Aktionen Destabilisator und zurecht vom Platz gestellt. Rama viel zu eigensinnig, hält den Ball ständig zu lang.
Da steht kein Team auf dem Platz, wo einer den anderen pusht, sondern lauter Mitläufer, die in diesem desolaten Mannschaftszustand dem sicheren Abstieg entgegenstreben.
Dass der bekennende Löwe Niederlechner, den wir in all den Jahren nie zu holen imstande waren, auch noch das Siegtor für den FCH macht, passt ins trostlose Löwenbild eines Montags, der doch eigentlich ein Neuanfang werden sollte und alptraumhaft endete.
Blau bleiben – auch wenn es noch nie so schwer fiel wie aktuell – es gibt keine bessere Farbe!

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Endspiel Nummer 1

Morgen gegen 22.00 Uhr wird sich herausgestellt haben, was das harmonische Trainingslager und all die Beteuerungen der Löwenverantwortlichen wert waren.
3 Punkte müssen aus dem Heidenheim-Heimspiel geholt werden, ohne wenn und aber.
Im Endspiel Nummer 1 von 15 um den Klassenerhalt.
Damit der “Heimfluch” endlich ein Ende findet.
Damit die Montagabend-Negativserie endlich der Vergangenheit angehört.
Damit wir Fans endlich wieder Freude an unseren Löwen haben dürfen.
Zündet ein Feuerwerk des Einsatzwillens, der taktischen Disziplin, der riesigen Laufbereitschaft und des unbedingten Siegeswillens, ihr Löwenspieler!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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