Haben wir die richtigen Spieler?

Ja, ich weiß … Man muss Geduld haben nach solch einem personellen Umbruch, wie er diese Saison beim TSV 1860 vollzogen wurde. Dennoch aber wirft das äußerst schmeichelhafte 1:1 gegen Ingolstadt (ein 1:4 hätte Spielanteilen, Torchancen und Eckenverhältnis von sage und schreibe 0:7 eher entsprochen!) viele Fragen auf, auch die nach der richtigen Zusammensetzung des Kaders.
Hier eine giftige, laufbereite, extrem zweikampfstarke, aggressiv pressende Schanzer Mannschaft, die uns nach der Pause stellenweise regelrecht an die Wand spielte.
Dort eine Ansammlung von passablen Einzelspielern, aber kein Team, das die Grundtugenden von Liga 2 verinnerlicht hat und in Sachen Athletik, Zweikampfhärte und auch Fitness meilenweit hinter den eigenen Erwartungen und Ansprüchen der sportlichen Leitung zurückbleibt.
Leonardo erneut extrem uneinsichtig, immer mit dem Kopf durch die Wand, statt den besser postierten Nebenmann anzuspielen. Kagelmacher mit seiner Kopfball- und Stellungsspiel-Schwäche der Unsicherheitsfaktor im Defensivverbund. Vorne Okotie mit dem Ball stark, im Pressing schwach. Unser Mittelfeld mit den beiden Spaniern ohne jegliche Bindung, Dominanz und die Bereitschaft, den Gegner anzulaufen und auch mal auf die zweiten Bälle zu gehen.
Wieder einmal – und dies geht jetzt schon seit drei Jahren so – fährst du völlig desillusioniert heim und stellst dir die Fragen , wann endlich mal ein schönes Heimspiel die Löwenseele erfreut und ob wir die richtigen Spieler für eine Seelenwärmer-Saison haben.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Nachlegen kann so schwer sein …

Die letzten Jahre haben unter Beweis gestellt, dass gerade unsere Löwen sich so schwer damit tun, nach einem Auswärtssieg den unbedingt erforderlichen Heimdreier nachzulegen.
Nie war dies aber so wichtig wie am Samstag ab 13 Uhr, wenn die sogenannten Schanzer aus Ingolstadt – noch dazu als überraschender Tabellenführer – zu Gast sein werden.
Nur mit einer hoch konzentrierten und zweikampfverbesserten Leistung werden die so wichtigen Zähler in München bleiben. Nie war es so notwendig wie am Samstag, nach zahllosen schwachen Heimspielen der Vorsaison und auch dieser Spielzeit endlich einmal ein rundum überzeugendes Match folgen zu lassen.
Nachlegen muss nicht schwer sein!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Ortega sei Dank!

Mich freut der erste, so mühsam und gewiss auch glücklich erarbeitete Saisondreier, noch dazu bei unserem Angstgegner am Millerntor, vor allem für unseren leidenschaftlichen Trainer Ricardo Moniz, dessen Keeper Stefan Ortega heute mit einigen fantastischen Reflexen zum Matchwinner wurde.
Ob dieses 2:1 nach Leonardos Elfmetertor und Starks blitzsauber herausgespieltem und vom starken Okotie glänzend vorbereiteten Siegtor kurz vor der Pause aber zum Dosenöffner für eine erfreuliche Saison werden kann?
Zu viele Fragezeichen bleiben. St.Pauli war uns vor allem im Mittelfeld in Sachen Athletik, Zweikampfverhalten (gerade bei den zweiten Bällen hatten wir doch eine Quote, die gegen Null tendierte!) und schnellem Kombinationsspiel klar überlegen. Erst nach ca. 65 Minuten gelang es den Löwen, den permanent vorpreschenden Gegner weiter vom eigenen Tor fernzuhalten. Unsere Spanier sind technisch feine Kicker, aber das Rüstzeug für den Zweitliga-Kampffußball bringen sie (noch) nicht mit. Die Hamburger waren im Spiel gegen den Ball fast eine Klasse besser. Zum Glück setzte sich die Effizienz unserer Mannschaft erstmals in Liga 2 am Millerntor vor grandioser Kulisse durch.
Stefan Ortega sei Dank!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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USA-Löwe

Wieder zurück nach einem unvergesslichen 3-Wochen-Trip in den Westen der USA, der neben einem Verwandtschaftsbesuch (mein jüngster Bruder lebt eine Autostunde nördlich von San Francisco) auch einen grandiosen Road Trip über Yosemite NP, Death Valley, Las Vegas, Zion NP (Geheimtipp, nicht so überlaufen!), Bryce Canyon NP und den Grand Canyon sowie eine Rückfahrt über Mohave Desert, den Big Sur (wilde Pazifikküste am Highway Number 1) und Monterey beinhaltete, gilt es sich wieder, den Löwen und – aus der Entfernung von rund 10000 Km noch lächerlicher erscheinenden – Anwaltsklagen dieses unerträglichen Selbstdarstellers mit Profilneurosen-Zwangstraumata gegen die Rechtmäßigkeit der Ehrenmitgliedschaft des Papstes zuzuwenden, auch wenn einem dies schon schwer fallen mag.
Bitte macht so schnell wie möglich eine neue Mitgliederversammlung und damit dem Treiben des Herrn K. mit seinem vom Selbstinszenierungs-Teufel gerittenen Anwalt endlich ein Ende!
Deshalb lieber etwas Aufbauenderes: Ein Bild meines achtjährigen Neffen Magnus, als wir ihn am ersten Tag unseres Aufenthaltes von der Elementary School in Grayton abholten:
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Geduldsprobe

Es ist natürlich ein Unding, aus der Ferne der Mohave Wüste in Barstow eine Einschätzung zum mickrigen 1:1 der Löwen gegen Darmstadt abzugeben und ich kann mich nur den seltenen sachlichen Internetusern anschließen, dass es bislang noch nicht gelungen ist, aus guten Einzelspielern ein Team zu bilden, das den Anforderungen in Liga 2 genügt. Man darf gespannt sein, ob die angekündigte neue Löwenruhe kein Sturm im Wasserglas sein wird. Eine Geduldsprobe ist der Lernprozess für alle im Löwenrudel.

Blau bleiben bei hier 41 Grad im Schatten -es gibt keine bessere Farbe!

 

 

 

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Spektakel mit geringem Ertrag

Fraglos spielen unsere Löwen attraktiver und offensiver als in der Vergangenheit,aber auch das 2:2 in Heidenheim offenbarte wieder riesige Abstimmungsprobleme zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe! Blogge aus CA,USA!

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Kollektives Durchschnaufen an der Ostsee

Nach diesem mühseligen 2:1-Pokalsieg beim Drittligisten Holstein Kiel ist kollektives Löwendurchatmen angesagt. Im Pokal kannst du als höherklassiger Club sicherlich nicht unbedingt glänzen, aber nach der desolaten, unterirdischen, fast schon hilflosen ersten Halbzeit (0:6 Torschüsse!) verdiente sich unsere Löwenmannschaft das Weiterkommen über 97 (!) Minuten aufgrund einer Steigerung und eines Doppelpacks von Neuzugang Okotie. Endlich haben sich unsere Spieler, die in der ersten Hälfte dem Kieler Pressing ohne jegliche Zweikampfeinstellung begegneten, gewehrt, was mehrere gelbe Karten dokumentieren. Auch wurde nach dem Seitenwechsel vor allem über Linksverteidiger Tomasov druckvoller agiert und der Rückstand nicht unverdient gedreht.
Dennoch muss die Mannschaft in allen Belangen zulegen, vor allem bezüglich der Passgenauigkeit, des Spiels ohne Ball und der Kommunikation auf dem Platz.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Man darf gespannt sein …

Nach dieser eher turbulenten Woche darf man schon gespannt darauf sein, wie sich die nach zwei Niederlagen angeschlagenen Löwen morgen im Pokalspiel an der Ostsee präsentieren werden. Ein Sieg wäre nach den von der Presse wieder einmal genüsslich ausgeschlachteten mannschaftsinternen Unregelmäßigkeiten so was von wichtig, um die Wogen vor dem schweren Auswärtsspiel auf der Ostalb in Heidenheim zu glätten.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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You never walk alone, Mr Un-Reif!

Giasing an einem lauen Abend. Ohne Happyend (natürlich) für uns Blaue. Und doch mit einer Magie, die schon vor Spielbeginn ihren Anfang nimmt, als meine drei Mitfahrer (Tochter mit Freund, Freund der jüngeren Tochter) staunend die blaue Einheit bewundern, die hinterhalb der Stehhalle brüllend, grölend und einträchtig auf Einlass in das Heimatmuseum des TSV von 1860 München wartet.
Wahnsinn, wie viele Junge nicht dem roten Mainstream hinterher gehechelt und Blaue geworden sind!
Ein packendes, hitziges, leidenschaftliches Derby mit einem ganz starken Korbi Vollmann bei den Löwen. Warum erhält dieser Vollblutkicker, der seit Jahren im erweiterten Profikader steht, nicht endlich mal eine Chance? So ein Kicker mit dieser Laufstärke und diesem Siegeswillen ist mir 1860 mal lieber als so mancher untrainierte Südamerikaner im Profikader, der die Tugenden noch nicht verinnerlicht hat, auf die es in Liga 2 ankommt.
Eicher – und das muss auch einmal angemerkt sein – , einer der vier Taxifahrer, hat klasse Reflexe, ist aber immer noch viel zu zappelig und überaktiv für einen Keeper. Das reicht so niemals für höhere Ambitionen, wenn er sich nicht ganz schnell darauf besinnt, was sachliches Torwartspiel bedeutet.
Giasing und seine Magie an diesem trotz der Niederlage weiß-blauen Abend.
You never walk alone, inbrünstig angestimmt nach einer bitteren Niederlage, als die Spieler zum Zaun vor der Stehhalle kommen. Während im Westen die rote “La Ola”-Automatismen langweilen.
You never walk alone, Sixties! Look at these fantastic and amazing young fans!
Daheim schaltest du noch kurz auf Sky News und musst dir nach solch einem grandiosen Löwenabend von diesem Herrn Marcel Un-Reif in seiner gewohnt selbstgefällig-eloquenten und inkompetenten Manier anhören, dass bei 60 nur noch ein Lizenzentzug helfe. Bei anderen Vereinen, Herr Un-Reif, hat es ja noch nie Sanktionen bei Verstößen gegen mannschaftsinterne Verhaltensregeln gegeben. Mann, ist der Typ arrogant!
Nein. You never walk alone.
Das bleibt als letzter Eindruck dieser Giesinger Heimatnacht, nicht das Gelaber eines alternden Selbstdarstellers!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Respekt vor dem Verein und vor uns Fans

Sicherlich, niemand von uns ist perfekt und jeder hat schon mal einen “Hund” reingehaut oder auch zwei … Dennoch sei schon die Frage erlaubt, die ich mir aufgrund einiger Insiderinformationen schon in den letzten Jahren gestellt habe, ob sich alle Spieler des TSV von 1860 München eigentlich bewusst sind, für welchen Traditionsverein sie überhaupt spielen dürfen. Beim Schreiben meiner “Sechzig Momente”, die sich nur auf die letzten knapp 50 Jahre beschränken werden, ist mir immer wieder eindringlich vor Augen geführt worden, welch liebenswerter und stolzer Verein dieses 60 München doch ist.
Oder zumindest sein könnte, wenn sich alle Herren Profis auch wie solchige zu verhalten wüssten.
Der Standort München bietet vielfältige Ablenkungs- und Verführungsmomente gerade für junge Spieler. Einigen sei schon der Wunsch von uns Fans hinter die Ohren geschrieben, sich endlich wie Vollprofis zu benehmen. Wer ein Sieger sein will, der muss auf dem Platz zum “Krieger” werden. Am Sonntag waren dies nur die roten Bullen aus Leipzig. Viele unserer Spieler waren weich … windelweich.
Der Respekt vor dem Verein und auch vor uns Fans – und dies hat Poschner völlig zu Recht angemerkt – der muss gelebt werden. Nur dann kann und wird es sportlich wieder aufwärts gehen. Die Maßnahme war berechtigt.
Wobei ich den Fall Kiraly nur mit einer Geldstrafe geahndet hätte, da die erste Verbalprovokation von Kagelmacher ausging, der sich zuvor im Zweikampf gegen Poulsen selten dämlich angestellt hatte. Gerade der Gabor ist ein Musterprofi, der sich nie etwas zuschulden kommen ließ und im Spiel wenigstens Emotionen zeigt, wenn es nicht läuft.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe und … Vorfreude auf heute Abend. Heimat!

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