Geduldsprobe

Es ist natürlich ein Unding, aus der Ferne der Mohave Wüste in Barstow eine Einschätzung zum mickrigen 1:1 der Löwen gegen Darmstadt abzugeben und ich kann mich nur den seltenen sachlichen Internetusern anschließen, dass es bislang noch nicht gelungen ist, aus guten Einzelspielern ein Team zu bilden, das den Anforderungen in Liga 2 genügt. Man darf gespannt sein, ob die angekündigte neue Löwenruhe kein Sturm im Wasserglas sein wird. Eine Geduldsprobe ist der Lernprozess für alle im Löwenrudel.

Blau bleiben bei hier 41 Grad im Schatten -es gibt keine bessere Farbe!

 

 

 

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Spektakel mit geringem Ertrag

Fraglos spielen unsere Löwen attraktiver und offensiver als in der Vergangenheit,aber auch das 2:2 in Heidenheim offenbarte wieder riesige Abstimmungsprobleme zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe! Blogge aus CA,USA!

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Kollektives Durchschnaufen an der Ostsee

Nach diesem mühseligen 2:1-Pokalsieg beim Drittligisten Holstein Kiel ist kollektives Löwendurchatmen angesagt. Im Pokal kannst du als höherklassiger Club sicherlich nicht unbedingt glänzen, aber nach der desolaten, unterirdischen, fast schon hilflosen ersten Halbzeit (0:6 Torschüsse!) verdiente sich unsere Löwenmannschaft das Weiterkommen über 97 (!) Minuten aufgrund einer Steigerung und eines Doppelpacks von Neuzugang Okotie. Endlich haben sich unsere Spieler, die in der ersten Hälfte dem Kieler Pressing ohne jegliche Zweikampfeinstellung begegneten, gewehrt, was mehrere gelbe Karten dokumentieren. Auch wurde nach dem Seitenwechsel vor allem über Linksverteidiger Tomasov druckvoller agiert und der Rückstand nicht unverdient gedreht.
Dennoch muss die Mannschaft in allen Belangen zulegen, vor allem bezüglich der Passgenauigkeit, des Spiels ohne Ball und der Kommunikation auf dem Platz.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Man darf gespannt sein …

Nach dieser eher turbulenten Woche darf man schon gespannt darauf sein, wie sich die nach zwei Niederlagen angeschlagenen Löwen morgen im Pokalspiel an der Ostsee präsentieren werden. Ein Sieg wäre nach den von der Presse wieder einmal genüsslich ausgeschlachteten mannschaftsinternen Unregelmäßigkeiten so was von wichtig, um die Wogen vor dem schweren Auswärtsspiel auf der Ostalb in Heidenheim zu glätten.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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You never walk alone, Mr Un-Reif!

Giasing an einem lauen Abend. Ohne Happyend (natürlich) für uns Blaue. Und doch mit einer Magie, die schon vor Spielbeginn ihren Anfang nimmt, als meine drei Mitfahrer (Tochter mit Freund, Freund der jüngeren Tochter) staunend die blaue Einheit bewundern, die hinterhalb der Stehhalle brüllend, grölend und einträchtig auf Einlass in das Heimatmuseum des TSV von 1860 München wartet.
Wahnsinn, wie viele Junge nicht dem roten Mainstream hinterher gehechelt und Blaue geworden sind!
Ein packendes, hitziges, leidenschaftliches Derby mit einem ganz starken Korbi Vollmann bei den Löwen. Warum erhält dieser Vollblutkicker, der seit Jahren im erweiterten Profikader steht, nicht endlich mal eine Chance? So ein Kicker mit dieser Laufstärke und diesem Siegeswillen ist mir 1860 mal lieber als so mancher untrainierte Südamerikaner im Profikader, der die Tugenden noch nicht verinnerlicht hat, auf die es in Liga 2 ankommt.
Eicher – und das muss auch einmal angemerkt sein – , einer der vier Taxifahrer, hat klasse Reflexe, ist aber immer noch viel zu zappelig und überaktiv für einen Keeper. Das reicht so niemals für höhere Ambitionen, wenn er sich nicht ganz schnell darauf besinnt, was sachliches Torwartspiel bedeutet.
Giasing und seine Magie an diesem trotz der Niederlage weiß-blauen Abend.
You never walk alone, inbrünstig angestimmt nach einer bitteren Niederlage, als die Spieler zum Zaun vor der Stehhalle kommen. Während im Westen die rote “La Ola”-Automatismen langweilen.
You never walk alone, Sixties! Look at these fantastic and amazing young fans!
Daheim schaltest du noch kurz auf Sky News und musst dir nach solch einem grandiosen Löwenabend von diesem Herrn Marcel Un-Reif in seiner gewohnt selbstgefällig-eloquenten und inkompetenten Manier anhören, dass bei 60 nur noch ein Lizenzentzug helfe. Bei anderen Vereinen, Herr Un-Reif, hat es ja noch nie Sanktionen bei Verstößen gegen mannschaftsinterne Verhaltensregeln gegeben. Mann, ist der Typ arrogant!
Nein. You never walk alone.
Das bleibt als letzter Eindruck dieser Giesinger Heimatnacht, nicht das Gelaber eines alternden Selbstdarstellers!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Respekt vor dem Verein und vor uns Fans

Sicherlich, niemand von uns ist perfekt und jeder hat schon mal einen “Hund” reingehaut oder auch zwei … Dennoch sei schon die Frage erlaubt, die ich mir aufgrund einiger Insiderinformationen schon in den letzten Jahren gestellt habe, ob sich alle Spieler des TSV von 1860 München eigentlich bewusst sind, für welchen Traditionsverein sie überhaupt spielen dürfen. Beim Schreiben meiner “Sechzig Momente”, die sich nur auf die letzten knapp 50 Jahre beschränken werden, ist mir immer wieder eindringlich vor Augen geführt worden, welch liebenswerter und stolzer Verein dieses 60 München doch ist.
Oder zumindest sein könnte, wenn sich alle Herren Profis auch wie solchige zu verhalten wüssten.
Der Standort München bietet vielfältige Ablenkungs- und Verführungsmomente gerade für junge Spieler. Einigen sei schon der Wunsch von uns Fans hinter die Ohren geschrieben, sich endlich wie Vollprofis zu benehmen. Wer ein Sieger sein will, der muss auf dem Platz zum “Krieger” werden. Am Sonntag waren dies nur die roten Bullen aus Leipzig. Viele unserer Spieler waren weich … windelweich.
Der Respekt vor dem Verein und auch vor uns Fans – und dies hat Poschner völlig zu Recht angemerkt – der muss gelebt werden. Nur dann kann und wird es sportlich wieder aufwärts gehen. Die Maßnahme war berechtigt.
Wobei ich den Fall Kiraly nur mit einer Geldstrafe geahndet hätte, da die erste Verbalprovokation von Kagelmacher ausging, der sich zuvor im Zweikampf gegen Poulsen selten dämlich angestellt hatte. Gerade der Gabor ist ein Musterprofi, der sich nie etwas zuschulden kommen ließ und im Spiel wenigstens Emotionen zeigt, wenn es nicht läuft.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe und … Vorfreude auf heute Abend. Heimat!

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Alptraumhafte Lektion, wie man gegen den Ball spielt

Ich muss sagen, dass ich einigermaßen erschüttert bin über diesen ersten Heimauftritt unserer Löwen, diesem peinlichen 0:3 gegen den Leipziger Retortenclub, der uns 90 Minuten lang eine Lektion erteilte, wie man als ganze Mannschaft gegen den Ball arbeitet, presst und verteidigt. Während unsere Offensivspieler (ganz schwach Wood, nur ein Standgeiger Leonardo, gegen den einBenny Lauth ein Laufwunder ist) offensichtlich die Order hatten, ja nicht bei dieser Hitze gegen den Ball anzulaufen.
Erschüttert bin ich auch, wie leicht es den Sachsen gemacht wurde, zu ihren Toren zu kommen. Kagelmacher, wie ein Leonardo alles andere als Zweitliga-fit, im Laufduell zweimal jämmerlich gegen den starken Dänen Poulsen unterlegen, nach dem 0:2 noch mit der Dreistigkeit, die eigenen Mitspieler dumm anzumachen. Schindler genauso antritts- und handlungslangsam. Die große Schwachstelle der letzten Jahre wurde wieder nicht behoben. Weigl hoffnungslos überfordert, in dieser Verfassung kein Stammspieler. Lediglich Okotie zeigte ansatzweise körperliche Präsenz. Die dieser Löwenmannschaft so sehr fehlt – was waren das noch für Zeiten, als ein Miller oder Trares dazwischen funkten, wenn ein Gegner physisches Oberwasser hatte.
Und dennoch: Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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3 Punkte – auch ohne Spektakel

Auch wenn unser Trainer Moniz heute gegen das “Brause-Kunstprodukt” mit dem Rangnickschen Hoffenheim-Plagiat auf ein Spektakel hofft, was wohl niemand im Löwenrudel missen würde … ein schlichter, erkämpfter Arbeitssieg und endlich einmal in einem Prestigeduell drei Punkte, das würde doch vollauf genügen. Die Mannschaft hat sich den Druck mit dem Leistungseinbruch der 2.HZ von Kaiserslautern selbst aufgebaut und muss heute damit klar kommen.
Blau bleiben und ins Stadion gehen – es gibt keine bessere Farbe!

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“Ein ganzes Fanleben komprimiert in 90 Minuten”

Wer das gesagt bzw. getwittert hat?
Maxi Deisenhofer, grüner Jungpolitiker im Landkreis Günzburg, Landesliga-Handballer beim TSV Niederraunau, leidenschaftlicher Löwe und – wie ich – auch großer Sympathisant eines anderen Clubs, des ESV Kaufbeuren, der schon auch die volle Leidensfähigkeit eines Anhängers einfordert, aber immerhin seit letzter Woche auf den Neubau eines eigenen Stadions hoffen kann.
Ein ganzes Fanleben komprimiert in 90 Minuten … Kann man das einmalige Debakel (ich habe im Archiv gekramt und wirklich in den letzten 45 Jahren kein Spiel gefunden, das eine Löwenmannschaft nach 2:0-Führung – geschweige denn bei eigener Überzahl – noch aus der Hand gegeben hat) besser in Worte kleiden?
Der Wahnsinn vom Betze will heute noch nicht aus den Löwenköpfen raus. Ich weigere mich aber weiter beharrlich, ihn zu meinen fast fertig gestellten “Sechzig Momenten” im neuen Buch, das wohl im Oktober erscheinen wird, aufzunehmen. Zu brutal war dieses Ereignis.
Als sich ein ganzes Fanleben komprimiert in 90 Minuten abspielte.
Stolz und Scham.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Es fehlt noch die Balance

Noch ganz unter dem Eindruck des gestrigen “Spuks vom Betze”, als sich unsere Mannschaft aufgrund taktischer Disziplinlosigkeit und physischer Unterlegenheit in eigener Überzahl den Schneid abkaufen ließ, der Versuch einer Ursachenforschung.
Fangen wir aber mit dem Positiven an: Diese neue Löwenmannschaft hat eine gänzlich andere, eine offensive und dominante Spielphilosophie, deren Pressing gestern über weite Strecken sehr überzeugend wirkte. Es wurde Fußball gespielt! Allerdings birgt diese Spielweise erhebliche Tücken in sich, wie man gestern leidend am Bildschirm erfahren durfte …
Du brauchst eine gesunde Balance aus schnellen (!!!) Defensivleuten, dazu zu den ballsicheren und auch spielintelligenten Bedia und Sanchez auch im Mittelfeld eine körperliche Präsenz, wie sie unser blutjunger Kapitän Weigl (ich bin unschlüssig, ob Moniz dem Jungen mit dieser Bürde nicht eine zu hohe Last auferlegt) nach der Pause gegen die äußerst rustikal, die Grenze zur Unsportlichkeit überschreitenden und vom miserablen Schiedsrichter Dankert nie zurück gepfiffenen Pfälzer nicht zu leisten imstande war. Du brauchst im harten Zweitligaalltag keinen unfitten Ballzauberer wie Leonardo, dessen Spiel schön anzusehen, aber selten produktiv war, sondern zweikampfstarke, robuste Spieler, die in der Phase zwischen Minute 46 und 68, als das Spiel allmählich kippte, auch mal ein Zeichen gesetzt hätten:
Unter dem Motto: Mit uns nicht!
Ärgerlich waren die bereits angesprochenen taktischen Disziplinlosigkeiten und lässigen Ballverluste (da bin ich wieder bei Leonardo), als stellenweise fünf Löwenspieler vor dem Ball im gegnerischen Strafraum herumturnten, statt mit einem kompakten Mittelfeld den spielstarken Lauterern den Zahn zu ziehen. Hier – so meine ich, aber hinterher kann man immer schlau daherreden – hätte Moniz rechtzeitig auf die insgesamt schwache Defensivleistung unserer Mannschaft reagieren und den Abwehrverbund stärken müssen. Spieler, die ohnehin nicht fit waren, sollten auch nicht 85 oder 90 Minuten drauf bleiben, wenn draußen gute Alternativen verfügbar sind.
Nun hat die Mannschaft leider statt eines so leicht möglichen positiven Drucks und wohl rund 40000 gegen Leipzig wieder einmal schon zum Saisonauftakt einen gefährlichen Negativdruck. Moniz wird die richtigen Lehren aus dem gestrigen Spiel ziehen müssen.
Es gilt, die richtige Balance zu finden.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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