Sechzigspiele mit hohem Unterhaltungswert

Dass diese Löwen nicht mit ihren Vorgängermannschaften der Zweitligazeit zu vergleichen sind, haben sie heute gegen Hansa Rostock wieder unter Beweis gestellt.
Früher wäre ein Löwenteam nach dem schnellen Doppelschlag, der Hansa eine 2:1-Führung kurz nach der Pause gegen schläfrige Löwen bescherte, wohl nicht mehr zurück ins Spiel gekommen, vor allem angesichts der euphorisierten Hansafans unter den 18 ooo.
Mich freut es für die rund 1500 Löwen, die die beschwerliche und weite Anreise auf sich genommen hatten, dass es dank Steinharts sicher verwandeltem Foulelfmeter doch noch zu einem verdienten 2:2 reichte.
Die Moral des Löwen war also erneut intakt. Dennoch gilt es die Stellungsfehler im Abwehrverbund bei Rückpässen von der rechten Außenbahn abzustellen, denn wie schon in einigen anderen Spielen standen die gegnerischen Torschützen sträflich frei im „Slot“, wie es im Eishockey heißt.
Insgesamt ein Punkt nach einem rassigen Spiel, das keinen Sieger verdient hatte, wobei die Sechziger nach der Führung eigentlich bei klarsten Chancen den Sack bereits vor der Pause zumachen hätten können bzw. müssen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Wiedersehen mit Kai

Das morgige Auswärtsspiel bei Hansa Rostock im Ostseestadion weckt Erinnerungen an deren Rückkehrer Kai Bülow, der immerhin sieben Jahre lang das Trikot unseres TSV 1860 trug und nicht nur auf sein Last-Minute-Siegtor gegen Kiel 2015 reduziert werden sollte.
Kai war ein ganz besonderer Löwenspieler, der weit über den Tellerrrand eines Fußballprofis hinauszublicken imstande war, sozial eingestellt und überaus zuvorkommend und freundlich auftrat. Wie im Juli 2012, als er zusammen mit Philipp Steinhart unseren Löwenstammtisch in Babenhausen besuchte.
Gerne erinnere ich mich an die tiefgründigen Gespräche mit ihm und seinen grandiosen Beitrag über das Pokalspiel gegen Dortmund (ein Jahr später) für meine „Sechzig Momente“.
Ich bin sehr gespannt, ob unsere Löwen den Aufwärtstrend vor der Länderspielpause im hohen Norden fortsetzen werden.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

Einer der äußerst seltenen Glücksmomente für jeden Löwenfan im letzten Jahrzehnt!

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Puh, das war knapp!

Herbert Paul sei Dank. Sein Abstaubertor in letzter Minute verhinderte ein Elfmeterschießen und ein nicht einmal unverdientes Aus im Achtelfinale des Totopokals beim starken FC Memmingen.

Fazit: Mund abwischen und weiter, wobei die Anmerkung schon erlaubt sein darf, dass einige Spieler aus dem sogenannten zweiten Anzug wieder maßlos enttäuschten und sich nicht für Startelfeinsätze empfehlen konnten.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe !

 

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Daniel Wein

Ein besonderer Spieler. Seit der Vorsaison bei 1860. Einer, der sich nie für die „Drecksarbeit“ im Mittelfeld zu schade ist. Ein Balleroberer und Standardexperte.
Aber auch über das Sportliche hinaus ein ganz besonderer Mensch.
Mit einem emotionalen und berührenden Nachruf auf seinen guten Freund, den gestern auf so tragische Weise bei einem Verkehrsunfall in seiner Heimat Togo ums Leben gekommenen „Ibo“ Kododji.
Mit einem Nachruf, der sinnbildlich für den Zusammenhalt in der großen Löwenfamilie steht. Ich habe Gänsehaut beim Lesen bekommen, dass ein Profi der ersten Mannschaft seine tiefe Verbundenheit zu einem Amateurspieler der 4. Mannschaft, der sich zudem als Schiedsrichter für unseren Verein engagiert hatte, zum Ausdruck gebracht hat.
In einer Zeit, in der den Herren Berufsfußballer immer wieder kritisch um die Ohren gehaut wird, wie realitätsfern und ichbezogen sie doch alle seien. Nur auf den schnellen Profit aus.
Lieber Daniel, danke für deine anrührenden und zu Herzen gehenden Worte über einen guten Freund, der doch sein ganzes Leben noch vor sich hatte.
RIP, Ibo!

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Tolles Kampfspiel im Sechzger

Zu Null und dabei kämpferisch, läuferisch und im Zusammenhalt auf dem Platz erneut voll überzeugend: Die Löwen von 2018 stecken auch Rückschläge durch Verletzungen gemeinschaftlich weg und verdienten sich heute Abend bei prickelnder Fußballatmosphäre den 2:0-Erfolg gegen keineswegs schwache Cottbuser.
Ein Sonderlob heute für Nico Karger und sein eiskaltes 2:0 nach Traumpass unseres „Kampfschweines“ Adriano Grimaldi, ebenso der stabilen und kopfballstarken Defensive um Kapitän Felix Weber, den immer selbstbewusster auftrumpenden Herbert Paul, Simon Lorenz und Linksverteidiger und Standardexperte Philipp Steinhart. Nicht zu vergessen unsere beiden „Abschirmjäger“ im defensiven Mittelfeld, Daniel Wein und der heute überragende Quirin Moll, dazu der durchsetzungsfähige Marius Willsch auf rechts.
Es macht einfach Spaß, diesen Löwen zuzusehen!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Überzeugender Auswärtssieg auf der Ostalb

Von ganz wenigen Spielphasen abgesehen, zeigten unsere Löwen heute ein überzeugendes Auswärtsspiel und siegten auch in der Höhe verdient 4:1 beim VFR Aalen auf der Ostalb, wo man zuvor noch nie gewonnen hatte.
Der trotz nicht optimaler gesundheitlicher Probleme stark auftrumpfende Nico Karger (Tor plus Vorlage) knüpfte nahtlos an seine starke Vorstellung der Vorwoche gegen Kiel an, der spielstarke Neuzugang der Stuttgarter Kickers, Abruscia, krönte seine feine Leistung mit einem perfekt herausgespielten Kontertor und einem raffinierten Freistoßtreffer. Vor über 8 000 Zuschauern auf der Ostalb zeigte unsere Mannschaft eine geschlossene Vorstellung und verdiente sich den ersten Auswärtsdreier.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Geld schießt keine Tore

Ich bin alles andere als ein Befürworter dieses Mateschitz-Kunstproduktes RB Leipzig, dennoch war ich gestern Abend, als ich die letzten 30 Minuten eines Livestreams des MDR sah, entsetzt über das spielerisch desolate Auftreten einer durch dreistellige Millionensummen hochgepuschten Mannschaft bei einer höchstens Zweiliganiveau verkörpernden Mannschaft in der Ukraine. Die 75 Minuten bei eigener Unterzahl gegen eine komplett ideenlos und konzeptlos auftretende Rangnick-Elf mit leidenschaftlichem Kampf ein 0:0 verteidigte und dies am Spielende wie einen Sieg feiern durfte.
Geld schießt zum Glück auch in Zeiten, wo von vielen Seiten vehement ein Ende von 50 + 1 gefordert wird, immer noch keine Tore.
Erzähle mir niemand, dass mit dem Fall von 50 + 1, dem letzten Selbstschutz der Vereine vor einer Selbstaufgabe der Autonomie gegenüber irgendwelchen dubiosen und zwielichtigen arabischen, amerikanischen oder chinesischen „Heuschrecken“ , alles zum Wohle der deutschen Clubs besser wird.
Ich empfehle allen Befürwortern der Abschaffung dieser Regelung wärmstens einen aktuellen Artikel bei kicker.de unter dem Titel „Die Spielverderber des Fußballs“ vom 24.08.18. Lesenswert. Gnadenlose Abrechnung mit den Auswüchsen des Fußballs, der eigentlich immer ein Spiel war und dies bei aller Kommerzialisierung auch bleiben sollte.
www.kicker.de/news/fussball/vereine/730234/artikel

Unseren Löwen morgen viel Erfolg auf der Ostalb ab 14 Uhr in Aalen!
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

 

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Hat Sechzig ein Fitnessproblem?

Die Frage sei erlaubt, wenn man die letzten drei Spiele Revue passieren lässt.
Auch heute gegen das starke Zweitligteam Kiel mit seinem über alle Maßen unsympathischen und selbstgefälligen Trainer wurde über 70 Minuten lang leidenschaftlich und einsatzfreudig darum gekämpft, die frühe Führung durch ein Klasse-Kontertor von Nico Karger zu verteidigen.
Leider reichte die Kraft und auch das offensive Dagegenhalten wieder nicht aus. Wieder wurden im Rückraum gegnerische Spieler sträflich frei gelassen und so stand am Ende eine 1:3-Niederlage, deren Ursachen auch im physischen Bereich zu suchen sind.
Positiv hervorheben möchte ich heute Kapitän Felix Weber mit überragendem Einsatz und auch Rechtsverteidiger Herbert Paul, bei dem am Ende spürbar die Kräfte schwanden, zeigte sich stark verbessert.
Nun gilt es, vor dem schweren Auswärtsspiel in Aalen alle Kräfte zu bündeln um ganz schnell wieder aus dem aktuell negativen Fahrwasser herauszukommen.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Kurzanalyse vor der Pokalpause

Vier Spieltage sind in der 3. Liga absolviert und unsere Löwen liegen mit 4 Punkten in der zweiten Tabellenhälfte. Bei größerer Cleverness hätten es durchaus 8 sein können.
Naivität im Defensivverhalten und mangelnde Topchancenverwertung machen sich in dieser ausgeglichenen Spielklasse viel negativer bemerkbar als in der RL Bayern.
Heute möchte ich eine Kurzeinschätzung der Neuen geben.
Tormann Bonmann stand zwar schon im Vorjahr im Kader, spielte aber kaum.
Dass sich Bierofka für ihn und gegen den letztjährigen Stammkeeper Hiller entschied, mag auch der Tatsache geschuldet sein, dass Letzterer seinen Vertrag scheinbar noch nicht verlängert hat.
Bonmanns Stärken liegen im 1 gegen 1 und im sauberen Passspiel, seine Schwächen auf der Linie wurden gestern beim Gegentor offensichtlich. Der Treffer war meines Erachtens alles andere als unhaltbar, zumindest sollte man als Torwart eine Reaktion zeigen.
Hiller dagegen lebt von seinen überragenden Reflexen und seiner Körpersprache, so dass man als Trainer schon mal ins Nachdenken kommen könnte. Er hat zumindest einen Pokaleinsatz am Sonntag gegen Kiel verdient.
Rechtsverteidiger Paul, aus Schweinfurt gekommen, konnte mich gestern erstmals überzeugen und seine rechte Seite weitgehend dichthalten. Er lebt von seiner körperlichen Präsenz und seinem guten Passspiel, muss aber noch mehr nach vorne zeigen.
Angekommen in Liga 3 ist auch Innenverteidiger Lorenz, der für sein junges Alter schon sehr abgeklärt spielt. Im Mittelfeld fehlt weiterhin ein spiel- und offensivstarker Akteur, da Neuzugang Moll eher im defensiven Bereich beheimatet ist, dort seine Rolle insgesamt ordentlich ausfüllt.
Grimaldi ist offensiv aufgrund seines tollen Einsatzes, seiner guten Ballbehauptung auch in engen Zweikämpfen und seiner positiven Einstellung auf dem Weg zum Publikumsliebling, sollte aber dringend an seiner Chancenverwertung arbeiten. Mancher Abschluss wirkt zu lässig und fast schon überheblich.
Rückkehrer Willsch ist kämpferisch auf Drittliganiveau, könnte aber an der Genauigkeit seiner Flanken arbeiten.
Von den übrigen Neuen kamen eigentlich nur der Ex-Augsburger Bekiroglu und Abruscia zu Kurzeinsätzen, in denen sie ihr gutes Potential andeuteten.

Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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Unverdient, aber auch naiv

Zweifellos haben unsere Löwen heute bei großer Hitze (Anstoßzeit 13 Uhr ist ein schlechter Witz!) ein ordentliches Heimspiel gegen den personell aufgerüsteten Mitaufsteiger Uerdingen abgeliefert, aber erneut ließ die eigene Chancenverwertung stark zu wünschen übrig und die Naivität im Abwehrverbund nebst Torhüter Bonmann war beim 0:1 in der Nachspielzeit nicht mehr zu toppen.  Man muss als Keeper auch mal einen schweren Ball halten, zumindest eine bessere Reaktion zeigen.
Die Mannschaft gab bei tropischen Temperaturen alles, überzeugte läuferisch wie auch spielerisch. Wiederum blieb die Chancenverwertung das größte Manko.
Nun besteht über die beiden Pokalwettbewerbe am Mittwoch und Sonntag die Gelegenheit, Spielern die bislang hinten anstanden,  eine Einsatzmöglichkeit zu geben.
Man darf jetzt nicht wieder in das fürs Löwenumfeld so symptomatische Negativdenken und Selbstmitleid verfallen. Die Mannschaft hat definitiv das Potential für einen sicheren Mittelfeldplatz.
Blau bleiben – es gibt keine bessere Farbe!

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